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Krall.
Ausnahmen, welche desto häufiger werden, je mehr wir uns
der römischen Periode nähern, der historischen Schreibung.
Eine merkwürdige Verquickung historischer und phonetischer
Schreibung bietet uns die Stelle in Chamois V, 33, 35
■<?. I / rr\
welche wir au alte eratu zu lesen haben, trotz des Possessivpronomens
noir, welches dem Worte p&T vorausgeht.
Aber nicht blos die grammatischen Formen hatten sich
inzwischen geändert, auch der lexikalische Bestand war ein
anderer geworden; doch auch das störte die Hierogrammaten
nicht. Nicht der Laut, sondern der Begriff, die Vorstellung
sollte in der Seele des Lesers geweckt werden. Auf einzelne
hieher gehörige Erscheinungen haben wir bereits hingewiesen. 1
Am auffallendsten treten alle besprochenen Eigentliümlichkeiten
der demotischen Schrift bei den Eigennamen uns
entgegen. Dem Namen Svx/oqveu? steht einmal die demotische
Gruppe ^2/. das andere Mal n >\
gegenüber (Brugsch, Demotisch-griechische Eigennamen, S. 14
und 15). Die letztere Gruppe wird zudem einmal ’Eayj|M)Tts
transscribiert. Svir/ojrvetis ist die eigentliche Transscription der
ersten Gruppe, welche zu zerlegen ist in ^ ^(griechisch e;, ;)
nes, und eine Gruppe, die dem hierogl. jl p koptisch uj-mou-u :
ujm.hu entspricht. Die correcte Transscription der zweiten
Gruppe ist dagegen welche wieder mit dem Präfix
'S gebildet ist. In dem zweiten Bestandtheile vermuthe ich das
V \ \ WMA
koptische m.to[(w], gurges, »»>, welches in der Erzählimg
# ^11 ZWWVA
von Chamois wiederholt vorkommt. Die Tiefe, der Abyssos ist
der Wohnsitz der Acht-Götter, der ujm.ou-u. So tritt der eine Begriff
für den anderen ein. — Der griechischen Transscription
hi
üavicy.s? tritt der demotische Name
entgegen, genauer
geschrieben. Ilavtoxoc ist ein Deminutivum von flav,
welche Gottheit dem ägyptischen ^'- v > gleichgesetzt wurde.
1 Historisch-philologische Analekten, I in der Aeg. Z. 1883, S. 79, und
Revue egypt. II, 318.