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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Krall.

,ulm‘  transscribiert,  zerlegt  sich  in  das  Zeichen  (j  und  in  eine
Ligatur,  welche  auch  in  dein  demotischen  Zeichen  für  das  hierovorkomint

  und  einem  hierogl.  entspricht.

Damit  stimmt  es  vorzüglich,  dass  auch  das  koptische  luo-re  :
mit  «ci,  construiert  wird  und  dann  ,circumire  quaerendo  aliquem,
quaerere  aliquem'  bedeutet.  Es  ist  daher  zu  übersetzen:  ,Exsudate ­
  nach  Schlaf/
Ein  ähnliches  Spiel  können  wir  bei  der  Grappe  HJ—
beobachten,  welche  in  der  Schreibung  dem  hiei-ogl.
iO
liime,  Fi-au,  in  Verbindung  mit  dem  demotischen  Zeichen  /\

I  dem  griechischen  notaiooopoq,  also  nach  Devüria’s  (Me-Lo
  nJ
langes  d’Archeologie,  I,  61  f.)  schöner  Dai'legung  einem

Das  Bindeglied  giebt  uns  hier  die  Variante

(a.  a.  0.  S.  65,  N.  8)  erinnert  mit  Recht  an  habitare,
sedere.
Die  Beispiele,  die  wir  voi-geführt  haben,  zeigen  zur  Genüge, ­
  dass  die  Eigenthümlichkeiten,  welche  die  Keilschi’ift  ixns
so  compliciei't  erscheinen  lassen,  in  der  demotischen  Schrift
wiedei-kehren.  Wir  finden,  dass  ein  und  dieselbe  Gruppe  zur
Schreibung  von  Wörtern  mit  verschiedener  Phonetik  diente,
andererseits  dass  verschiedene  Gruppen  zu  der  Schreibung  eines
Woi-tes  verwendet  wurden.  Die  Analogie  der  Voi-gänge  zeigt,
wie  gewagt  es  ist,  Schwierigkeiten  zu  Liebe,  welche  die  Keilschrift ­
  darbietet,  neue  Völker  mit  eigener  uralter  Cultur  —-  die
Sumero-Akkader,  welche  uns  durch  keine  histoi-ische  Nachricht,
keine  Ueberlieferung  bezeugt  werden  —  zu  supponieren.
Wir  düi-fen  bei  dem  Studium  der  demotischen  Gi-uppen
nie  vergessen,  dass  bei  einer  Schrift  des  Volkes  und  des  täglichen ­
  Vei’kehrs  nach  möglichster  Kürze  getrachtet  werden
musste.  Gerade  bei  den  am  häufigsten  vorkommenden  Wörtern ­
  macht  sich  das  Bedürfniss  nach  Abküi-zungen,  nach  ,  Sigeln'
geltend.  Hierin,  wie  in  der  Bildung  der  Sigel  selbst,  finden  wir
die  Principien  beobachtet,  welche  auch  in  den  Stenographiesystemen ­
  von  Tiro  bis  auf  unsere  Tage  herab  zur  Anwendung
            
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