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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Krall.

schiedenen  Gruppen  paläograpbisch  auf  die  hieratischen  Formen
zurückzuführen,  denen  sie  der  Bedeutung  nach  entsprechen.
Das  Princip  der  historischen  Schreibung  wird  hier  zu  Gunsten
der  phonetischen  durchbrochen.  Die  letzte  der  angeführten
Gruppen,  ein  Beiname  des  Gottes  Month  (Chrest.,  S.  217,  219
u.  öfter),  in  welchem  einem  hierogl.  u  oder  ua  +  s  unser  Zeichen
+  s  gegenübersteht,  lehrt  uns,  dass  dem  letzteren  die  Aussprache ­
  u,  ua,  uo  innewohnt.  Damit  finden  alle  anderen  Gruppen
ihre  Erklärung.  Die  vorletzte,  welche  in  der  Erzählung  von
Chamois  —  denn  wir  wollen,  mit  Rücksicht  auf  den  Namen
Xapoic;  bei  dem  Synkellos,  den  Helden  des  Papyrus  von  Bulaq
(Nr.  5),  bei  seinen  zweiten  Namen  nennen,  bis  sein  erster  den
Brugsch  Setnau,  Revillout  Setna,  Maspero  Satni  lesen,  feststehen ­
  wird  —  V,  27  vorkommt,  zerlegt  sich  in  e  +  m  +  «,
dem  sahidischen  c^otp,  Katze,  vollkommen  entsprechend.  Die
erste  Gruppe  ist  demgemäss  mu,  mua  oder  ähnlich  zu  lesen.
Zweifelhaft  ist  es  mir,  ob  hier  das  koptische  aiocit  :  ja.coit
(^—n  £^=3:  Brugsch,  WB.  S.  633)  vorliegt.  Dieses  ist  männlichen,
die  demotische  Gruppe  dagegen  weiblichen  Geschlechts.  Ein
Masculinum  p  mit,  der  Weg,  kommt  zudem  in  ganz  anderer
Schreibung,  Rosette  Z.  13  vor.  Die  zweite  Gruppe  zerlegt  sich
in  m-ua-t  und  giebt  daher  keinen  Aufschluss  über  die  Herleitimg
  des  koptischen  •M.M.a.-ü'äcr  (Stern,  §.  257).  So  ist  auch
die  dritte  Gruppe  einfach  in  s  m  u  i  (nicht  caot  celebrare,
  benedicere,  welches  Chamois  VI,  2  anders  geschrieben
wird)  zu  zerlegen,  was  das  hieroglyphische  [1  ^  (|  (s  ^,  ansagen,
giebt.  Die  Transscription,  welche  Maspero,  Aeg.  Z.  1877,

S.  144,  Nr.  47,  vorschlägt:  1  j  (j>  (j  (j  Q  scheint  mir  nach
den  voranstehenden  Ausführungen  unhaltbar  zu  sein.
Wie  kommt,  so  wird  man  fragen  dürfen,  das  fragliche
Zeichen,  welches  in  allen  diesen  Gruppen  sich  findet,  zu  der
Phonetik  u,  ua,  uo  ?  Die  Antwort  giebt  uns  die  weitere  Beobachtung, ­
  dass  das  fragliche  Zeichen  als  Determinativum  der  fremden ­
  Namen  angewendet  wird,  dass  es  geradezu  in  einem  Texte
der  früher  in  Miramare  befindlichen  ägyptischen  Sammlung  als
Vertreter  des  Zeichens  1  angewendet  wird. 1  Dies  führt  uns

1  Siehe  unten  S.  383.
            
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