Studien zur Geschichte des alten Aegypten. II.
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Hier macht sich vor Allem für denjenigen, der ferne von den
Schätzen in Turin und Paris weilt, der Mangel an zuverlässigen
Reproductionen der älteren demotischen Texte geltend. Yon
besonderer Wichtigkeit scheinen uns die Urkunden aus dem
sechsten Jahrhundert zu sein (Amasis II. und Darius I.), weil
sich im Laufe desselben die entscheidenden Uebergänge der
ältesten Stufe der demotischen Schrift zu der demotischen Schrift
der Ptolemäerzeit vollzogen haben.
Für die Ableitung der einzelnen demotischen Gruppen
aus den entsprechenden hieroglyphischen, beziehungsweise hieratischen
, hat sich neben den grundlegenden Arbeiten von
Brugsch in erster Linie Maspero, 1 der als genauer Kenner
der hieratischen Ligaturen dazu befähigt ist, verdient gemacht.
Aber nicht immer gelingt es paläograpliisch, die Zeichen,
welche uns in den demotischen Texten vorliegen, auf die
hieroglyphischen oder hieratischen Gruppen zurückzuführen,
welche sie thatsächlich vertreten. Die Versuche, die man in
dieser Richtung gemacht, erweisen sich bei näherer Prüfung
als irrig. Es gilt in solchen Fällen das Demotische aus dem
Demotischen selbst zu erklären. Eine Reihe von Beispielen
wird dies deutlicher machen.
An die Spitze stellen wir die Erscheinung, welche sich
kurz dahin präcisieren lässt, dass in der demotischen Schrift
ohne Rücksicht auf die historische Ableitung Gruppen mit
ähnlicher Phonetik einander ersetzen können. Diese in der
demotischen Schrift häufige Erscheinung, welche sich bereits in
der späthieroglyphisclien Schrift nachweisen lässt, giebt uns
den Schlüssel zur Auflösung einer Reihe von Gruppen, welche
bisher gar nicht oder nicht richtig erklärt worden sind.
Ein wahrer Proteus ist das Zeichen -r. Wir finden es
1^31 , melden, /Zy l"5 , Katzen,
Diese einfache Zusammenstellung zeigt die Un
Möglichkeit, diese in ihrer hieroglyphischen Schreibung so ver
so ver-In
seinen Aufsätzen: ,Une page du Roman de Satni, transcrite en hi^roglyphes“,
in der Aeg. Z. 1877, S. 32 — 146; 1878, S. 72—84; 1880,
S. 15-22.