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T o m a s c li e k.
talliare, pagare, rebellisare, ribaldi (Wüstlinge), spatiari, sine
fallo (clolo malo), blada (Getreide), die in der italienischen
Aussprache gegründete Verwechslung von condictio und conditio
u. s. w. Die ausschliesslich nachweisbare Benützung von
Schriften von Lehrern an der Universität zu Bologna, die Erwähnung
des Privilegiums der dortigen Scolaren setzen es
ausser Zweifel, dass er wie zahlreiche Deutsche und Oesterreicher
in Bologna studirt habe und wahrscheinlich Schüler
oder Zeitgenosse des Johannes Andreae und des Jacobus Butrigarius
gewesen sei, die er sich bezüglich der Knappheit und
Klarheit ihrer Darstellung zum Muster genommen zu haben
scheint.
Es ist bekannt, dass Deutsche in grosser Anzahl schon
frühzeitig auf den mittelalterlichen italienischen Hochschulen
studirten. Insbesondere genossen namentlich zu Bologna und
Padua die daselbst bestehenden deutschen Nationen grosses Ansehen
und besondere Privilegien. In Bologna erhielt die deutsche
Nation schon 1265 das Recht, dass alle fünf Jahre der Rector der
Ultramontani aus ihr genommen werden sollte (vergl. Savigny,
Rechtsgeschichte III, S. 188, n. 1). Die Procuratoren der deutschen
Nation übten die Gerichtsbarkeit' mit Ausschluss des
Rectors sowohl als der städtischen Gerichte aus (Savigny III,
S. 199. Vgl. auch Muther, Zur Geschichte der Rechtswissensch.
der Univers. in Deutschland, S. 399).
Die von der Berliner k. Akademie beabsichtigte Herausgabe
der ältesten Originalacten (Matrikeln und Annalen) der
deutschen Rechtshörer zu Bologna im XHI. Jahrhundert, die
uns in dem Privatarchive des Grafen Malvezzi de’ Medici erhalten
sind, während sie an anderen Universitäten z. B. Siena
und Padua grösstentheils verloren gingen, und deren Redaction
dem Dr. Eriedländer übertragen wurde, wird uns vielleicht
über die Person unseres Autors nähere Auskunft geben. Indessen
ist die Herausgabe heute noch nicht so weit fortgeschritten,
und auch eine auf meine persönliche Anfrage an Dr. Friedländer
erfolgte freundliche Auskunft konnte bisher nur die
Thatsache constatiren, dass unter den in Bologna studirenden
Deutschen sich auch zahlreiche Oesterreicher, insbesondere aus
Wien und Steiermark befanden. Die Zahl der später zur Zeit
der Reception des römischen Rechtes in den verschiedensten