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Tomaschck.
in dieser Annahme, wenn wir sehen, dass die in Ungarn gemachte
Uebersetzung dieser Summa anstatt Bologna hier ausdrücklich
Ofen substituirt.
Ferner erliess Herzog Rudolf IV. im Jahre 1360, 20. August
eine im Wesentlichen mit der desselben Herzogs für
Wien vom 2. August (W. G.-Qu. LXII) gleichlautende Verordnung
(siehe Winter S. 108, n. 39), wonach alle Immobilien
betreffenden Rechtsgeschäfte fernerhin nicht mehr wie früher
bei Strafe einer Mark Goldes zu Gunsten der Stadt von den
weltlichen oder geistlichen Grundherren mit ihrer baut, gunst,
briefen oder insigeln, sondern nur vor dem Bürgermeister und
Rathe der Stadt abgeschlossen und gefertigt werden sollten.
Dies ist aber in offenbarem Widerspruch mit der Lehre der
Summa I, 28 de vigore sigillorum, nach der alle Rechtsgeschäfte
über unbewegliche Sachen -nur dann Kraft haben, wenn sie
cum manu et sigillo domini fundi und dem eigenen Siegel oder
in Ermangelung eines solchen mit dem Siegel duorum proborum
virorum bekräftigt oder wenigstens in dem Buche des dominus
fundi eingetragen worden sind. Letztere Bestimmung ist übrigens
im Einklänge mit dem Stadtrechte Herzog Albrechts II. für
Wien vom 24. Juli 1340, a. 76: Wir setzen auch und wellen
und gebieten diesen satz ewichleich und vestichleichen zu behalten:
Swelich man nicht aigen insigel hat, wes sich der
under zwair oder menigerr erben- manne insigel verbint, die
der zeugnusse teert sint, daz sol stet beleihen, als daz urchund
under den insigeln sait. Wer dawider tuet, daz sol nicht
chraft haben, und sol darzu dem richter pessern nach des
rates rat.
Auf die Bekanntschaft mit diesem Stadtrechte von 1340
deutet noch eine andere Stelle der Summa hin, III, 46, nach
welcher die in einer Stadt ausgesprochene Acht secundum statuta
principum non vadit extra districtum illius judicis, qui primus
eum proscripsit. Est enim sat gravis poena, quod oportet proscriptum
in tali judicio relinquere uxorem et cunctos amicos, nec
non omnia bona sua. Nun heisst es in a. 10 des Stadtrechtes
von 1340 wörtlich: Swer in der stat aecht churnt, daz sol chain
furban sein, und sol fürbaz chain ander aecht nicht leiden, wan
er schaden genug hat, daz er sein haus, sein weih und seineu
ckind lazzen muez und die stat muez raeumen.