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Tomasch ek.
Vermögens das freie Verfügungsreclit habe, an der anderen
Hälfte aber usque ad dies snos eine Leibzucht, während das
Eigenthum an ihr den Erben zustehe.
Das österreichische eheliche Güterrecht ist nun in der
That, wie Schroeder (Das eheliche Güterrecht, 2. Th., S. 206)
nachweist, in Betreff der Errungenschaft zur Entwicklung wahrer
Gütergemeinschaft vorgeschritten, und die Lehre unseres Verfassers
wird nicht allein durch den a. 85 des W. W. R. bekräftigt,
sondern auch urkundlich ausdrücklich als ,Landes recht
«e Oesterreich 1 bezeichnet. Siehe insbesondere eine Urkunde
vom Jahre 1372 im Urkundenbuch des Schottenklosters Nr. 296
bezüglich des letzten Satzes.
So heisst es auch in II, 42 bezüglich der dos und der
donatio: Si vero ista bona vir et uxor simul elaboraverunt, tune
media pars illarum rerum revertitur ad proximiores uxoris, et
ad alteram medietatem succedunt proximiores mariti.
3. Wie das österreichische Recht überhairpt (vgl. Schroeder
II, 93) nur eine einzige Gabe des Mannes an die Frau, die
Morgengabe, kennt, wenn es gleich häufig die Widerlegung
mit der Morgengabe zusammenfasst, so auch unser Verfasser
nur eine donatio des Mannes an die Frau II, 37: Vir debet
uxori suae dotem expedire. Quantum uxor donat viro, tantum
vir de jure communi debet dare uxori, et tertiam partem plus,
nisi pactis et conventionibus aliud statuatur. Und in der That
übersteigt, wie uns häufig urkundlich bezeugt wird, die Widerlegung
die dos landesüblich um ein Drittel (siehe z. B.
Brünner Schöffenspruch 201 bei Rössler, wonach der Mann der
Frau als Widerlage geben kann, was er will. Consuevit tarnen
frequenter maritus in parte tertia plus uxori pro dote promittere.
Vgl. Ignaz von Ruber, Beiträge zur Geschichte des Vormundschaftsrechtes
in Mähren, Brünn 1883, S. 113, Note 20), wobei
dieses Drittel allerdings häufig nicht von der dos allein, sondern
von der dos und donatio zusammen berechnet wird (siehe von
Czychlarz, Zur Geschichte des ehelichen Güterrechtes im böhm.-mähr.
Landrecht, S. 43, Note 6. Wie uns Vssehrd, der bedeutendste
Bearbeiter des böhmischen Landrechtes, berichtet,
stand dieses dotalicium mit der Heimsteuer observanzmässig
in dem Verhältniss, dass es bei einer Jungfrau die Heimsteuer
um ein Dritttheil überstieg).