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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

lieber  eine  Summa  legum  incerti  auctoris.

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eine  nähere  Bekanntschaft  unseres  Autors  mit  der  betreffenden
Rechtsaufzeichnung  selbst,  z.  B.  den  deutschen  Rechtsbüchern
des  XIIL  Jahrhunderts,  dem  Wiener  Weichbildrecht  oder  den
steirischen  Rechtsquellen  u.  s.  w.  zu  ziehen.  Es  genügt  vollkommen ­
  zur  Erklärung,  dass  diese  Grundsätze  in  der  wirklichen
Rechtspflege  allgemein  verbreitet  waren,  und  die  gleichen  Rechtsanschauungen ­
  oft  von  selbst  auch  äusserlicli  einen  gleichen
Ausdruck  fanden.
In  I,  32—41  wird  die  Lehre  von  der  Tutel  zwar  in
Uebereinstimmung  mit  dem  römischen  Recht  dargestellt,  und
vom  tutor  (deutsche  Uebers.  ,pflegeF)  der  curator  (gerhaber)
unterschieden:  Curator  est,  qui  personam  pupilli  tantum  respicit
  disciplinis  et  bonis  moribus  eum  erudiens.  Jedoch  hinzugefügt: ­
  Est  tarnen  sciendum,  quod  unus  et  idem  potest  esse
tutor  et  curator  videlicet,  cui  committitur  pupillus  cum  rebus  et
persona,  et  sic  in  civitatibus  observatur.
I,  34  Dativi  sunt,  qui  dantur  a  consulibus  vel  a  praetore.
I,  36  Omnes  tutores  tenentur  facere  rationem  de  tutela  ipsis
commissa,  nisi  aliter  per  literas  commissionis  fuerit  decretum  et
statutum.  Der  städtische  Rath  ist  Obervormundschaftsbehörde,
er  bestellt  die  Vormünder  für  Witwen  und  Waisen,  I,  62.
Nach  I,  44  sind  Frauen  mit  Ausnahme  der  Handelsfrauen
(Vgl.  W.  W.  R.  a.  13)  ausser  dem  Falle  der  echten  Noth  handlungsunfähig ­
  und  stehen  unter  der  Gewalt  ihres  Mannes  oder
Vormundes.  Doch  dürfen  die  Witwen  und  die  Jungfrauen  nach
dem  achtzehnten  Jahre  (W.  W.  R.  a.  14  nach  dem  zwölften)
cum  corpore  facere  quidquid  volunt  scilicet  matrimonium  contrahere,
  religionem  intrare  et  similiter  (W.  W.  R.  cheusche  oder
chanschaft  einem  manne  geloben).  Possunt  etiam  meretricari
cum  corpore  suo,  et  ex  hoc  non  perdunt  res  suas  sed  tantum
honorem.  (Vgl.  damit  Ssp.  I.  5,  §.  2  Wif  mach  mit  unkuschheit
irs  lives  wiflilcen  ere  krenken;  ire  recht  ne  verlüst  se  dar
mede  nicht  noch  ir  erve.  Vgl.  auch  Zeitschrift  für  Rechtsgeschichte ­
  7.  Schröder  S.  35,  139.)  In  57  und  58  II  werden
die  14  Enterbungsursachen  der  Descendenten  nach  der  Novelle
115,  c.  3  in  Uebereinstimmung  mit  dem  Schsp.  c.  15  und  dem
W.  W.  R.  a.  118,  jedoch  in  freier  Weise  und  abweichender  Reihenfolge ­
  vorgetragen,  und  als  die  letzte  angeführt  Exheredatur  similiter
  Hlia,  quando  degenerat  scilicet,  quum  ante  vicesimum
            
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