lieber eine Summa legum incerti auctoris.
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eine nähere Bekanntschaft unseres Autors mit der betreffenden
Rechtsaufzeichnung selbst, z. B. den deutschen Rechtsbüchern
des XIIL Jahrhunderts, dem Wiener Weichbildrecht oder den
steirischen Rechtsquellen u. s. w. zu ziehen. Es genügt vollkommen
zur Erklärung, dass diese Grundsätze in der wirklichen
Rechtspflege allgemein verbreitet waren, und die gleichen Rechtsanschauungen
oft von selbst auch äusserlicli einen gleichen
Ausdruck fanden.
In I, 32—41 wird die Lehre von der Tutel zwar in
Uebereinstimmung mit dem römischen Recht dargestellt, und
vom tutor (deutsche Uebers. ,pflegeF) der curator (gerhaber)
unterschieden: Curator est, qui personam pupilli tantum respicit
disciplinis et bonis moribus eum erudiens. Jedoch hinzugefügt:
Est tarnen sciendum, quod unus et idem potest esse
tutor et curator videlicet, cui committitur pupillus cum rebus et
persona, et sic in civitatibus observatur.
I, 34 Dativi sunt, qui dantur a consulibus vel a praetore.
I, 36 Omnes tutores tenentur facere rationem de tutela ipsis
commissa, nisi aliter per literas commissionis fuerit decretum et
statutum. Der städtische Rath ist Obervormundschaftsbehörde,
er bestellt die Vormünder für Witwen und Waisen, I, 62.
Nach I, 44 sind Frauen mit Ausnahme der Handelsfrauen
(Vgl. W. W. R. a. 13) ausser dem Falle der echten Noth handlungsunfähig
und stehen unter der Gewalt ihres Mannes oder
Vormundes. Doch dürfen die Witwen und die Jungfrauen nach
dem achtzehnten Jahre (W. W. R. a. 14 nach dem zwölften)
cum corpore facere quidquid volunt scilicet matrimonium contrahere,
religionem intrare et similiter (W. W. R. cheusche oder
chanschaft einem manne geloben). Possunt etiam meretricari
cum corpore suo, et ex hoc non perdunt res suas sed tantum
honorem. (Vgl. damit Ssp. I. 5, §. 2 Wif mach mit unkuschheit
irs lives wiflilcen ere krenken; ire recht ne verlüst se dar
mede nicht noch ir erve. Vgl. auch Zeitschrift für Rechtsgeschichte
7. Schröder S. 35, 139.) In 57 und 58 II werden
die 14 Enterbungsursachen der Descendenten nach der Novelle
115, c. 3 in Uebereinstimmung mit dem Schsp. c. 15 und dem
W. W. R. a. 118, jedoch in freier Weise und abweichender Reihenfolge
vorgetragen, und als die letzte angeführt Exheredatur similiter
Hlia, quando degenerat scilicet, quum ante vicesimum