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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Tomaschek.

questionem  ego  dico,  salvo  judicio  meliorum,  quod  si  faciens
emit  illam  materiam  alienam  bona  fide  et  credidit  eam  esse
illius,  a  quo  emit,  et  postea  introduxit  formam  vel  speciem,
tune  totum  compositum  ejus  erit,  mala  enim  fides  vendentis  non
potest  nocere  bona  fide  ementi,  was  er  durch  einige  Beispiele
illustrirt.  Ebenso  entscheidet  er,  wenn  die  Verarbeitung  aus
einer  fremden  Materie  nur  eine  theilweise  war,  und  in  II,  c.  13
bezüglich  der  Acquisition  des  Eigenthums  per  intinctionem
vel  colorationem:  Vel  tinxit  scienter  etc.  Wie  jedoch  der  Autor
jenen  Satz:  Mala  enim  fides  vendentis  etc.  damit  in  Uebereinstimmung
  zu  bringen  vermag,  dass  er  an  einer  anderen  Stelle
auf  Grund  des  römischen  Rechtes  und  im  Einklänge  mit  dem
Schsp.  c.  57  sagt:  Res  furtiva  nunquam  usucapi  potest,  weil
ihr  das  vitium  furti  anhaftet,  qui  enim  alienam  rem  vendiderit
vel  obligaverit  vel  donaverit  alteri  scienter,  furtum  ejus  committit,
  müssen  wir  ihm  selbst  überlassen.  Freilich  fügt  er  hinzu:
Sed  illud  alias  aliter  se  habet  ut  patebit.  Nach  III,  47  reinigt
sich  übrigens  der  Beklagte  vom  Verdachte  des  Diebstahls  einer
öffentlich  gekauften  Sache  durch  seinen  Eineid.  Si  res  furtiva
apud  aliquem  comprehenditur,  et  ille  dicit,  se  istam  rem  in
publico  foro  et  claro  die  emisse,  nescit  tarnen  a  quo,  et  si  judex
non  vult  credere,  tune  solo  solius  juramento  se  expurget  et  sit
liber.  Ganz  im  Einklang  mit  dem  Ssp.  II,  36,  §.  4,  ferner
dem  Schsp.  c.  317  und  insbesondere  dem  Wiener  W.  B.  R.
a.  78  Chauft  ein  piderman  unwizzund  auf  freiem  markt  ein
rok  oder  ein  mantel  oder  welcherlai  daz  ist,  daz  verstolen
wirt,  und  wirt  darnach  in  seiner  gewalt  vervangen  etc.  Ist
aber  daz  der  richten  des  mit  gelauben  icill,  daz  der  antworter
den  rok  oder  den  mandel  redleichen  und  recht  pei  schönem
tag  auf  f  reiem  markt  für  raines  guet  gelchauft  hab,  daz  sol  er
besteten  pei  seinem  aide  und  sei  auch  ledig.
Ich  muss  mich  bei  der  Anführung  von  Parallelstellen  aus
deutschen  Rechtsquellen  mit  Stellen  der  Summa  nur  auf  Weniges
beschränken,  soweit  es  eben  zu  ihrer  Charakterisirung  notkwendig
  ist.  Oft  ist  die  Uebereinstimmung  nicht  nur  im  Inhalte,
sondern  auch  im  wörtlichen  Ausdrucke  geradezu  eine  überraschende. ­
  Es  wäre  jedoch  meiner  Ansicht  nach  voreilig,  aus
dieser  Uebereinstimmung,  so  auffallend  sie  auch  sein  mag,  den
Schluss  auf  einen  äusseren  Zusammenhang,  ja  selbst  nur  auf
            
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