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Toraasclie k.
Verfasser seinem Werke wörtlich einverleibt, ohne jedoch die
Quelle zu nennen.
Den c. 73 und 74 des II. Buches de exceptionibus et
beneficiis juris hat offenbar eine kleine Schrift des Jacobus
Butrigarius, Professors des römischen Rechtes zu Bologna,
eines Schülers des Bartolus, der nach Stintzing (S. 12) 1343
starb, als unmittelbare Vorlage gedient, die in dem grossen,
zu Venedig 1547 gedruckten Sammelwerke Tractatus tractatuum
im T. XVI, S. 150 u. f. unter der Ueberschrift aufgenommen
ist: Tractatus singularissimus renunciationem juris civilis eximii
legum professoris B. Jaco. Butrigarii Bononiensis, doctoris maximi
nominis ac Bartoli ipsius discipuli. Die wörtliche Anlehnung
ist im Ganzen zweifellos. Doch finden sich hie und
da einige Erweiterungen.
In einem grossen Tlieile des Werkes, namentlich im II.,
noch mehr im III. Buche de obligationibus tritt uns eine offenbare,
theilweise bis ins Wörtliche gehende Uebereinstimmung
mit den Werken des Azo entgegen (ich benützte zur Vergleichung
die Folioausgabe zu Venedig .vom Jahre 1572), und
zwar nicht so sehr mit seiner Summa ad Institutiones als mit
seinem weitläufigen berühmten Commentar zum Codex, so dass
es beinahe als ein Auszug desselben bezeichnet werden könnte.
Allerdings fehlt der gelehrte Apparat von Citationen, die weitläufige
Besprechung der zahlreichen von ihm behandelten Controversen.
Dagegen ist die Form der Behandlung der einzelnen
Materien dieselbe. Dieselben Fragen in derselben Reihenfolge,
die in jeder Rubrik der Behandlung vorangestellt werden, die
Definitionen, die etymologischen Ableitungen, die hie und da
citirten Gedäcktnissverse stimmen wörtlich überein.
Und doch lässt sich nicht annehmen, dass Azo
von unserem Autor unmittelbar benützt worden sei.
Die Doctrin des Azo pflanzte sich in der Bologneser Schule
bei seinen Schülern unverändert fort. ,Die Vergleichung der
Schriften der Glossatoren gibt uns — wie Fitting, Jur. Sehr,
des MA., S. 107 sagt — die beste Anschauung des mittelalterlichen
Verfahrens und der merkwürdigen, diesem Zeitalter
eigenen Beharrlichkeit und Stetigkeit der Ueberlieferung.
Nichts darf man in der That bei den mittelalterlichen Schriftstellern
weniger suchen als Originalität, vielmehr kehren die