lieber eine Summa legum incerti auctoris.
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deutschen Rechte an. An vielen Stellen heisst es: Ego autem
puto consuetudinem patriae esse servandam. Häutig werden
die consuetudines in diversis locis, provinciis oder regionibus
angeführt, und wohl auch bei einer oder der anderen die Bemerkung
hinzugefügt: Et haec est bona consuetudo oder et est
mala consuetudo, oder er gibt einer den Vorzug vor der anderen,
sed et alia via videtur sanior via (,der besser weg'
deutsche Uebers.) inter has ornnes (I, 38). In I, 65 poleinisirt
er gegen die Gewohnheit des Vaterlandes non est consonum
juri, z. B. gegen die in Oesterreich speciell übliche Ausschliessung
der Ascendenten von der gesetzlichen Erbfolge, oder er erklärt
eine Gewohnheit geradezu für absurd, z. B. den Erbfall des
Fiscus anstatt der Ehegattin bei unbekindeter Ehe I, 67.
In manchen Stellen, wo die Institutionen in dem Werke
benützt sind, z. B. bei der Endigung der väterlichen und vormundschaftlichen
Gewalt, I, 30 de usufructu (vgl. §. 3, I, 2, 4),
wird an die Stelle der capitis deminutio maxima et media die
perpetua civitatis interdictio gesetzt und I, 25 insbesondere
davon gehandelt quibus modis civitas interdicitur: 1. ad tempus
a) propter insolentiam et indisciplinam, et ille nee perdit res
nee honorem sed solum usum rerum suarum tempore relegationis,
h) propter infamiam, c) propter maleficium; 2. perpetue. Enge
damit hängt das ungemein lehrreiche C'apitel de proseriptione
46, III zusammen. Proscriptio est idem jure seculari, quod est
excommunicatio, id est bannus jure spirituali. Species proscriptionis
sunt alia perpetua, alia temporalis, alia neutra. Proscribere
et proscriptum denuntiare potest judex habens auctoritatem
et bannum a superiore sibi traditam (den Blutbann. Vgl.
W. N. St., c. 1 und 67. Nach a. 119 St. LR. richtet ,vber
menschenplüt' nur der Richter, der den Bann hat, und ebenso
nach a. 233 .vber das or sam vber den hals‘, nach a. 232 über
Diebstahl. Vgl. auch noch die a. 118, 210 ; 231, 235). 1 Pro-1
Ich bemerke hier der Kürze wegen, dass ich die Wiener Rechtsquellen
nach meiner Herausgabe der Rechte und Freiheiten der Stadt Wien
(Geschichtsquellen der Stadt Wien I, 1) das Wiener Weichbildbuch
(W. W.B.) nach Schuster: Das Wiener Stadtrechts- oder Weichbildbuch-,
das Wiener-Neustädter Stadtrecht (W. N. Str.) nach Winter: Das Wiener-Neustädter
Stadtrecht des XIII. Jahrhunderts; das steirische Landrecht
(St. L. R.) nach Bischoff: Steiermärkisches Landrecht des Mittelalters;
Sitzungsber. <1. pliil.-hist. CI. CY. Bd. II. Hft. 18