Ueber eine Summa legum incerti auctoris.
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secl solum propter justitiam. Quinto requiritur auctoritas scilicet
ecclesiae, si pugnatur pro fiele, vel auctoritas principis terrae
requiritur, si pugnatur pro clefensione patriae.
In der Hervorhebung' von Einzelnheiten aus dem reichen
Inhalte legt mir die Rücksicht auf den dieser Abhandlung gegönnten
Raum die äusserste Sparsamkeit auf; doch möge hier
die Stellung eles Werkes zum römischen Rechte und insbesondere
zum einheimischen durch einige Citate und durch an sie
geknüpfte Bemerkungen charakterisirt werden.
Im engen Anschlüsse an die Institutionen §. 3. I. de jure
nat. gentium 1. 2. sagt der Verfasser in I, 5: Constat autem
jus nostrum, quo utimur, aut ex scripto aut ex non scripto.
Scriptum jus est lex, plebiscita, senatus consulta et principum
placita. In I, 10 Qui primus leges condiderit heisst es: Moises
pi'imus fuit, qui Ebreis divinas leges explicavit, Forroneus rex
Graecorum Graecis primus leges judiciaque constituit, Mercurius
Egyptiis, Lycurgus Lacaedemoniis, Numa Pompilius Romanis
leges condebant, Carolus Suevis, Julius omnibus imperio suhjectis.
Dass dem Verfasser hier das seit dem Beginne des XVII. Jahrhunderts
allgemein unter dem Namen Schwabenspiegel bekannte,
in einzelnen Handschriften als Königs oder Kaisers Carl Rechtsbuch
benannte, im Volksmunde schon während des XIV. und
XV. Jahrhunderts hie und da als ,svevisch recht' oder ,landesrecht'
zu Schwaben bezeichnete kaiserliche Land- und Lehensrecht
vorschwebe, ist offenbar.
Der Schwabenspiegel war in Oesterreich in zahlreichen
Exemplaren verbreitet. Auch in Wiener-Neustädter Handschriften
kommt er einige Male vor. (Vgl. Winter, Das Wiener-Reustädter
Stadtrecht aus dem XIII. Jahrhundert, S. 11, 13,
16, 17.) Gewiss war er dem Verfasser bekannt; ob er ihn auch
in seinem Werke benützt habe, ist trotz der Gleichheit mancher
Reehtssätze zweifelhaft. Nicht unbeachtenswerth ist hiezu auch
die Erwähnung Julius’ in der zu dem in der Mitte des XIV. Jahrhunderts
gefälschten Privilegium majus für Oesterreich gehörigen
Bestätigung der wörtlich eingerückten Privilegien der Kaiser
Julius und Nero durch Heinrich IV. angeblich vom Jahre 1058.
I; 11 Qui nostns temporibus leges condere possit. Prinn
P es nostri temporis primo possunt leges condere, secundo consules,
tertio populäres. Das Gesetzgebungsrecht wird also für