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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Tornas  ehek.

Das  c.  46  handelt  de  proscriptione.  Quia  frequenter  con  -
victits  proscribitur,  igitur  subicitur  hie  rubrica  de  proscriptione.
c.  47  de  expurgationibus,  qualiter  quis  se  expui'get  de
crimine  sibi  imputatö  seu  objecto.  Superius  visum  est  de  accusationibus
  et  incusationibus  de  criminibus,  de  debitis,  de  promissis,
  de  pactis.  Sed  quia  in  hiis  ad  purgationem  frequenter
pervenitur,  ergo  subicitur  hic  rubrica  de  expurgationibus  cunctorum
  praedictorum.
Die  letzten  zwei  Capitel  48  und  49  handeln  von  den
Strafen  de  poenis  ex  maleficio  debitis.  Certum  est,  quod  accusatus,
  si  se  expurgare  non  potest,  incurrit  poenam.  Igitur  subscriptis
  de  poenis  est  tractandum.  Juxta  quod  nota  etc.
In  dem  System  des  ganzen  Werkes  tritt  daher  überall
das  Streben  hervor  nach  freier,  selbstständiger,  sich  von  der
Localordnung  der  Quellen  emancipirender  Darstellung  des
Rechtsstoffes,  wenn  es  sich  auch  nicht  bestreiten  lässt,  dass
das  System  der  Institutionen  auf  dasselbe  einen  Einfluss  geübt
hat.  Doch  ist  der  Verfasser  bemüht,  es  nicht  nur  durch  Einfügung ­
  neuer  Materien  aus-,  sondern  es  häufig  nach  ganz
neuen  Gesichtspunkten  selbstständig  umzugestalten.  Wenn  er
vielfache  Materien  ausführlich  behandelt,  die,  als  dem  Gebiete
des  eigentlichen  Privatrechtes  fremd,  heutzutage  von  der  Behandlung ­
  desselben  ausgeschlossen  werden,  und  über  das  Privatrecht ­
  hinaus  in  andere  Gebiete,  namentlich  des  öffentlichen
Rechtes  und  selbst  der  Moral  hinüberstreifen,  so  bleibt  er  insofern ­
  dem  Charakter  des  römischen  Rechtes  treu,  das  ja  in
seiner  Grundlage  wesentlich  Privatrecht  ist,  als  er  sie  privatrechtlichen ­
  Gesichtspunkten  unterordnet  und  diesen  die  Motive
zu  ihrer  systematischen  Einreihung  entlehnt.  So  entwickelt  er
beispielsweise  in  III,  38  de  homicidio  die  Bedingungen  eines
gerechten  Krieges,  indem  er  ihn  unter  den  Gesichtspunkt  der
erlaubten  Tödtung  stellt.  Item  licet  hostes  occidere  in  justo
bcllo.  Item  nota,  quod  quinque  requiruntur  ad  justum  bellum.
Primo  persona  scilicet  secularis,  cui  liceat  bellare.  Secundo
res,  pro  quarum  defensione  vel  conservatione  vel  recuperatione,
aut  patriae  defensione  licet  bellare.  Etiam  pro  injuria  illata
amore  justitiae  licet  bellare.  Tertio  causa  scilicet  necessitatis,
ut  per  bellum  pax  acquiratur.  Quarto  scilicet  animo  justo  et
recta  intentione  ut  non  propter  odium  vel  propter  avaritiain
            
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