Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

lieber  eine  Summa  legum  incerfci  auctoris.

255

sich  daher  auch  ohne  Einsicht  in  diese  Handschrift  mit  Zuverlässigkeit ­
  annehmen,  dass  ihr  Text  zu  den  anderen  Handschriften ­
  in  demselben  Verhältnisse  stand  wie  der  der  deutschen
Uebersetzung.
IV.  Deutsche  Handschrift  der  evangelischen  Lyceumsbibliothek
  zu  Pressburg.
Hie  Beschreibung  dieser  mir  längere  Zeit  freundlichst  zur
Benützung  überlassenen  Handschrift  ist  folgende:
Diese,  von  dem  Geschenkgeber  Codex  Ballusianus  genannt, ­
  ist  ein  ziemlich  dicker  Papiercodex  in  Grossquart  aus  dem
Ende  des  XV.  oder  Anfang  des  XVI.  Jahrhunderts,  in  dicke,
mit  gepresstem  Schweinsleder  überzogene  Holzdeckel  gebunden
(Signatur:  Jus.  germ.  Ms.  am  Rücken).  Nach  einem  leeren
Blatt  folgt  die  deutsche  Uebersetzung  der  Summa,  durchgängig
geschrieben,  mit  breiten  Rändern.  Die  Aufschriften  der  Capitel
sind  schwarz  und  grösser  geschrieben.  Die  Schrift  ist  ziemlich
leserlich  und  ohne  Ausbesserungen  und  Glossen.  Die  Blätter
(im  Ganzen  106)  sind  nicht  foliirt.  Dann  folgt  auf  vier  Blättern
das  Schlusswort  und  das  Register,  darauf  eine  Aufzeichnung
der  ungarischen  Tavernicalartikel  unter  König  Sigmund:  Es
wirtt  gefragt  in  welchenn  massen  u.  s.  w.  Item  zum  ersten  etc.,
achtzehn  Artikel  auf  zwei  Blättern.  Sodann  abermals  auf  zwei
Blättern  Die  Ordnung  der  artikel  der  syben  freyen  stette  u.  s.  w.
Ferner  auf  einem  dritten  Blatt  Die  hernach  geschriben  artikelnn
werden  begriffen  jn  etlichen  freyheitlicken  brieffen  des  allerdurchleuchtigisten
  fuersten  vnd  kern  Wladislai  von  gotes  gnad
zu  Hungern,  Bekern  etc.  Kunigs  jn  dem  Jare  von  cristi  gebürt
1499  vber  die  freyungen  vnd  gewonhaiten  des  stul  maysters
Tawernicorum  vnd  der  syben  freyen  steten  jn  gerichten  vnd
auch  appellationen  gehalten  zu  werden  von  seiner  Mtt  gnediglich
  verlihen.  Auf  zwei  Blättern  folgen  sodann  die  Artikel.
Hierauf  noch  53  leere  Blätter.
Dass  man  es  hier  mit  einer  deutschen  Uebersetzung  der
Summa  zu  thun  habe  und  nicht  etwa  mit  dem  ursprünglich
deutsch  abgefassten  Originale,  kann  keinem  Zweifel  unterliegen.
Dass  sie  in  Ungarn  wahrscheinlich  in  der  zweiten  Hälfte  des
XV.  Jahrhunderts  gemacht  wurde,  geht  aus  II,  74  hervor,  wo
Sitzungsbei - .  d.  pliil.-hist.  CI.  CV.  Bd.  II.  Hft.  17
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.