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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Tomascliek.

Gärtner’schen  Ausgabe  des  Sachsenspiegels  Gregor  IX.  anstatt
des  XI.  genannt.
Der  Text  der  reprobirten  Artikel  stimmt  in  seinen  Einzelheiten ­
  mit  der  Lesart  des  Commune  privilegium  (einer  zu  Krakau
1506  gedruckten  Sammlung  polnischer  Gesetze)  und  der  von
Goldast  in  seiner  Collectio  consuetudinum  1617  in  den  Prolegomenis
  überein.  (Siehe  Homeyer,  Johannes  Klcnkolc,  Abhandlungen
der  königl.  Akad.  der  Wiss.  zu  Berlin  1855  und  1856.)
Die  Verarbeitung  oder  vielmehr  Vereinigung  der  Prager
Synodalsatzungen  mit  der  Bulle  Gregors  XI.  zu  einem  Buche
mit  einer  Capiteleintheilung  und  die  Hinzufügung  desselben  als
vierten  Buches  zu  der  ursprünglich  nur  in  drei  Bücher  getheilten
  Summa  leguin  konnte  daher  mit  Rücksicht  auf  diese
Bulle  erst  nach  dem  Jahre  1374  erfolgt  sein.  Da  die  Bulle
aus  einer  Mittheilung  an  den  Erzbischof  von  Gnesen  aufgenommen ­
  wird,  so  liegt  der  Schluss  nahe,  dass  es  ein  Kleriker
des  Gnesener  Erzbisthums  war,  der  diese  Vereinigung  vornahm,
und  dass  er  in  einer  polnischen,  zu  diesem  Erzbisthum  gehörigen,
nach  sächsischem  Rechte  lebenden  Stadt  als  Stadtschreiber  oder
als  Notar  oder  in  einer  ähnlichen  Function  bei  einem  geistlichen ­
  Gerichte  thätig  gewesen  sei.
Damit  schliesst  die  in  dieser  Handschrift-  in  vier  Bücher
getheilte  Summa.  So  wie  aber  der  Prager  Diöcesan  gleich
nach  ihr  die  Prager  Synodalbeschltisse  eingetragen  hatte,  so
trug  auch  der  Schreiber  dieser  Handschrift  unmittelbar  nach
ihr  und  im  engen  Zusammenhänge  mit  ihr  einige  ihm  wichtig
erscheinende  Acteiistücke  ein,  deren  Provenienz  ich  zum  Theil
nicht  näher  zu  bestimmen  im  Stande  bin,  und  zwar  1.  eine
Bulle  des  Papstes  Urban  V.  (regierte  vom  24.  October  1362
bis  19.  December  1370),  Datum  Romae  apud  sanctum  Petrum
Nonas  Aprilis  pontificatus  nostri  anno  septimo,  beginnend  mit
den  Worten:  Ne  in  vinea  domini  nostri  (nicht  aufgenommen
in  die  Turiner  Ausgabe  des  Bullarium),  2.  Eine  andere  von
Papst  Martin  V.  (fungirte  als  Papst  vom  11.  November  1417  bis
20.  Februar  1431).  Darauf  folgen  die  Worte:  Finitum  anno
1428.  Die  Olmützer  Handschrift  rührt  daher  von  dieser
Zeit  her.  3.  EinSchreiben  eines  Papstes  oder  sonstigen  Kirchenobern ­
  an  einen  Fürsten  mit  der  Aufforderung  seiner  Kriegslust
Einhalt  zu  thun,  das  die  Bedingungen  eines  gerechten  Krieges
            
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