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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Toni  as  chek.

inter  rapinam  et  usuram,  quoad  restitutionis  legem,  ideo  consequenter
  de  usura  pauca  sunt  dicenda,  quamvis  de  foro  nostro
non  existat,  und  doch  handelt  das  vierte  Buch  c.  X  wieder
de  usuris  et  usurariis.  Allen  anderen  Handschriften  ist  die  Eintheilung
  in  vier  Bücher  fremd.  Dieses  vierte  Buch  ist  daher
unstreitig  eine  später  dem  ursprünglichen  Werke  von  einem
Kleriker  hinzugefügte  Erweiterung.
Was  aber  die  in  diesem  vierten  Buche  behandelten  Gegenstände ­
  anbelangt,  so  finden  sich  die  meisten  derselben  wörtlich
übereinstimmend  in  einem  Kuttenberger  Codex  Liber  sententiarum
  postea  dictus  Ottocari,  fol.  242 :l  ff.  (beschrieben  bei  Rössler,
Deutsche  Eechtsdenkmäler,  II,  S.  XL  VIII  nr.  9),  mit  der  Einleitung:
Nota  quod  Clemens  papa  Sextus  pro  clericis  has  constitutiones
anno  millesimo  CCCLX 0  publicavit  et  primo  de  vita  et  honestate
clericorum  etc.,  und  ins  Böhmische  übersetzt  in  dem  von  Briccius
von  Liczko  auf  Grundlage  des  Kuttenberger  Liber  sententiarum
verfassten  Prager  Stadtrecht  (herausgegeben  von  Jirecek.  Cod.
jur.  hohem.,  tom.  IV,  p.  III,  S.  378  ff.)  c.  LXXII,  a,  4:  Ustanoveni
  a  fäd  zakovstva  sveceneho  Klimentem  papezem  sestyrn
vydana  lela  tisiciho  tfisteho  padesäteho  pdteho,  kterazto  k  mestskemu
  fädu  jsou  potfebna.  Clemens  VI.  wurde  jedoch  am  7.  Mai
1342  zum  Papst  gewählt  und  starb  am  6.  December  1352.  Er  war
also  im  Jahre  1355  bereits  gestorben.  In  der  That  sind  diese  Constitutionen ­
  aus  den  Beschlüssen  der  Provincialsynode  zu  Prag
vom  Jahre  1349  hervorgegangen,  und  zwar  eine  von  ihr  bestätigte ­
  Kanonensammlung,  die  der  erste  Erzbischof  von  Prag,
Arnest  von  Pardubitz  für  seine  Provinz  aus  Mainzer  Provinzialstatuten ­
  und  Prager  Synodalverordnungen  zu  einem  Buche  vereinigt ­
  hatte,  das  fortan  in  seiner  ganzen  Provinz  Geltung  haben
sollte.  (Siehe  die  Statuta  provincialia  archiepiscopi  primi  per
G.  B.  Pontanum  Braitenberg.  Prag  1606.  Vgl.  insbesondere
Nr.  21  über  das  Leben  der  Kleriker,  22  den  Umgang  mit
Concubinen,  30  über  Testamente,  36  über  Simonie,  43  Kirchenbann, ­
  44  Asyl  und  Anlage  von  Befestigungen,  48  über  formcatio,
  50  über  die  Juden  etc.,  und  Hefele,  Conciliengeschichte,
VI.  B.,  S.  594  ff.  Siehe  auch  Singer,  Hist.  Studien  über  die
Erbfolge,  S.  39,  nr.  21.  (In  der  Turiner  Ausgabe  des  BuUarium
diplomatum  et  privilegiorum  sanctorum  Romanorum  pontificum
  sind  diese  Constitutionen  nicht  aufgenommen,  obwohl  sich
            
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