Aufklärungen über die Sprache der Kolosclien.
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dargestellt wird, so schien es besser, in der Umschreibung den
Buchstaben g beizubehalten.
Dass ju (io) nach einem Consonanten wie o lauten muss,
ist, wie schon früher angegeben worden, in dem russischen
Lautsystem begründet.
Um die obigen Wörterverzeichnisse und die späteren Ergänzungen
derselben auf ihren wahren Werth zurückführen zu
können, folgt hier, hauptsächlich auf die Ausführungen Weniaminow’s
gestützt, eine Darlegung der Grundzüge der koloschischen
Grammatik.
Nach Weniaminow theilen sich die Sprachen Neu-Russlands,
was den inneren Bau betrifft, in zwei gänzlich von einander verschiedene
Hauptsprachen, nämlich in die Unalaschldsche und in
die Koloschische. Ihre sie unterscheidenden Eigenthümlichkeiten
seien:
1. In dem Unalaschkischen Sprachstamme gebe es drei
Zahlen: die einfache, zweifache und vielfache. In dem Koloschischen
Sprachstamme gebe es gewöhnlich zwei Zahlen: die
einfache und die vielfache.
2. Die Beugefälle in den Sprachen der ersten Art theilen
sich in unbestimmte und besitzanzeigende, und deswegen seien
alle Beugefälle oder Endungen mehr als sechsunddreissig. In
den Sprachen der letzteren Art gebe es jedoch nicht mehr als
drei Beugefälle oder Endungen.
3. Die Zeitwörter verändern sich in den Sprachen der
ersteren Art nach Zahlen und Personen gewöhnlich am Ende
des Wortes, in den Sprachen der letzteren Art verändern sie
sich in der Mitte oder im Anfänge des Wortes.
4. In den Sprächen der ersteren Art haben die Vorwörter
und Nebenwörter Zahlen und sind daher veränderliche Redetheile,
doch bei den Sprachen der letzteren Art sei dieses
durchaus nicht der Fall.
Diese Sprachen hätten indessen mit einander gemein, dass,
sie die Unterschiede des Geschlechtes nicht haben, sondern dass
es bei allen nur ein einziges Geschlecht -— ein gemeinschaftliches
gebe.
Zu den Sprachen ersterer Art gehören die eigentlich sogenannte
Unalaschkische und die Kadjakische Sprache, zu den
Sprachen der letzteren Art alle übrigen oder wenigstens alle