Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

174

P  f  i  z  m  a  i  e  r.

werde  von  Herrn  Weniaminow,  mehr  aus  Gewohnheit,  überall
ja  oder  ju  geschrieben.
2.  Wenn  jedoch  über  diese  Buchstaben  ein  Apostroph
gesetzt  ist,  so  sei  ihre  Aussprache  die  folgende:
G  habe  einen  Mittellaut  zwischen  g  und  ch.
D,  T  lauten  gleich  dem  griechischen  0,  wobei  ,ein  jedes
seinen  (d.  i.  griechischen)  Laut  behalte.'
L  laute  mit  einem  Hauch  zwischen  Zunge  und  Gaumen.
M,  P  lauten  mit  einem  Nasenhauche.
Ch  laute  schnarrend.
Das  einfache  Ch  werde  nach  C  immer  wie  ch’  ausgesprochen. ­
  Z.  B.  tunusäcchisakh  ,gute  Nachricht“,  welches  tunusäcch’isalcli
  ausgesprochen  werde.
Ein  neues  Zeichen  ist  aus  dem  russischen  H  (n)  und  T  (g)
zusammengesetzt.  Dasselbe  bestehe  beinahe  aus  den  lateinischen ­
  Lauten  n  und  g,  und  werde  durch  die  Nase  auf  eine
Weise  ausgesprochen,  dass  keiner  dieser  Laute  gesondert,  sondern ­
  verbunden  zu  hören  sei.
Ein  neues  Zeichen  ist  ferner  aus  dem  russischen  K  durch
Einsetzung  zweier  kaum  sichtbarer  Punkte  an  dem  oberen
rechten  Striche  gebildet.  Es  sei  lc  und  ch  zusammen  genommen
und  werde  durch  die  Kehle  ausgesprochen.
Dieses  Zeichen  werde  gegenwärtig  von  den  Aleuten  fast
in  allen  Wörtern  am  Ende  wie  ch  oder  ch’  ausgesprochen.  Z.  B.
dkukh  laute  akuch  oder  dkuch’.
S,  zwischen  Vocalen  stehend,  habe  einen  Mittellaut  zwischen
s  und  z  (3).  Doch  werde  es  von  Einigen  wie  ein  reines  z  oder
z  (jk),  auch  selbst  wie  s  (m)  ausgesprochen.  Z.  B.  acigäsingin
,Lehre“  laute  aci.gdzingin,  acigdzingin  und  acigdsingin.
Ueber  die  in  dieser  Abhandlung  gebrauchte  lateinische
Schreibung  und  die  in  dem  Obigen  enthaltene  Darlegung  der
Laute  muss  einiges  gesagt  werden.
Der  in  grosser  Ausdehnung  als  Hauchzeichen  gesetzte
Apostroph  (’)  soll  hier  die  Stelle  des  griechischen  Spiritus  lenis
vertreten,  lässt  sich  aber  mit  diesem  durchaus  nicht  vergleichen.
Er  wird  hier  so,  als  ob  er  über  den  Buchstaben  gesetzt  wäre,
betrachtet.  In  der  lateinischen  Umschreibung  wird  er,  um  nicht
neue,  überdies  unnöthige  Zeichen  bilden  zu  müssen,  rechts
neben  den  Buchstaben  gesetzt.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.