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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Aufklärungen  über  die  Sprache  der  Koloschen.

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kun,  umükun,  udukun.  Jedoch  in  dem  Worte  umdja  lautet  es
wie  das  russische  h  (y),  d.  i.  gleichsam  umyja.
I  werde  sehr  flüchtig  und  undeutlich,  dabei  nicht  von
Allen  auf  einerlei  Art  ausgesprochen,  so  dass  es  unmöglich  sei,
in  der  Geschwindigkeit  zu  bestimmen,  wie  es  in  allen  Fällen
auszusprechen  sei.  Doch  so  viel  man  bemerken  konnte,  werde
dieser  Buchstabe  auf  viererlei  Art  ausgesprochen.
1.  Wenn  über  ihm  kein  Zeichen  sich  befindet,  habe  es
einen  Mittellaut  zwischen  i  und  e,  und  selbst  einen  mehr  einem
e  ähnlichen  Laut.
2.  Wenn  es  über  sich  einen  Accent  hat,  werde  es  beinahe
wie  das  russische  h  (i)  ausgesprochen.
3.  Am  Ende  der  im  unbestimmten  Nominativ  auf  ikh
endenden  Hauptwörter  werde  es  beinahe  wie  das  russische  a  (ja)
ausgesprochen,  z.  B.  innikh  ,Himmel“  laute  wie  innäkli.  Auch
in  dem  Worte  anikht’ukh  (Kind“  habe  es  denselben  Laut.  Das
Wort  werde  nämlich  anäkhtukh  ausgesprochen.
4.  Wenn  über  ihm  ein  Apostroph  sich  befindet,  habe  es
einen  Mittellaut  zwischen  i  und  gi,  z.  B.  ’il'läg’  ,Keue“,  ’*'?  eine
Fragepartikel.
U  (8)  hat  einen  Mittellaut  zwischen  u  und  o.  Hat  es  aber
über  sich  einen  Accent,  so  wird  es  beinahe  wie  o  ausgesprochen. ­
  Z.  B.  agüg’ukh  ,Gott‘  lautet  wie  agög’ukh.
Steht  über  ihm  kein  Apostroph,  so  hat  es  einen  Mittellaut
zwischen  u  (8)  und  gu  (r8).
U  (8)  vor  a  hat  beinahe  immer  einen  Mittellaut  zwischen
a  und  tca.
Ju  (io)  hat  eine  dem  Laute  jo  (e)  oder  io  (io)  etwas  ähnliche ­
  Aussprache,  besonders  nach  dem  Buchstaben  l.
Ja  (a)  wird  oft  wie  das  russische  fl  ausgesprochen,  doch
in  der  Mitte,  wenn  über  ihm  kein  Apostroph  steht,  hat  es  eine
dem  russischen  H  (i)  etwas  ähnliche  Aussprache.
G,  d,  l,  m,  n,  t,  ch  werden  auf  zweierlei  Weise  ausgesprochen ­
  :
1.  Wenn  sie  über  sich  keinen  Apostroph  haben,  werden
sie  genau  so  wie  die  entsprechenden  russischen  Buchstaben  ausgesprochen. ­
  L  laute  jedoch  immer  wie  das  lateinische  L,  d.  i.
weich.  Nach  diesem  L  sollte  eigentlich  kein  a  (ja)  oder  k>  (ju)
geschrieben  werden,  sondern  immer  a  oder  u  (8).  Indessen
            
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