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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Pfizmaier.

In  dem  früheren  russischen  Amerika  zählte  man,  die  Mundarten ­
  abgerechnet,  sechs  von  einander  gänzlich  verschiedene
Sprachen:  die  Unalaskische,  Kadjakische,  Kenaische,  Jakutatische,
  Sitchische  und  Kaiganische.
Die  Unalaskische  Sprache  sprechen  die  Bewohner  der
Aleuten  und  zum  Theile  diejenigen  von  Aläksa.  Sie  theilt  sich
in  zwei  Mundarten:  die  Unalaskische  und  Atchinische.  Die
erstere  ist  in  der  Unalaskischen  Ahtheilung,  d.  i.  vornehmlich
auf  den  Fuchsinseln  und  auf  Aläksa,  die  letztere  auf  den  Andreanow’schen
  Inseln  üblich.  Die  Zahl  der  diese  Sprache  Sprechenden ­
  erstreckt  sich  jetzt  auf  nicht  mehr  als  2200  Menschen.
Die  Kadjakische  Sprache  ist,  was  die  Zahl  der  sie  Sprechenden ­
  betrifft,  die  verbreitetste  unter  allen  Sprachen  Neu-Russlands
  und  vielleicht  unter  allen  nordamerikanischen  Sprachen.
Sie  erstreckt  sich  von  Kadjak  nach  Aläksa,  von  da  an  das  Ufer
der  Behringstrasse  und  des  Eismeeres  bis  zu  dem  äussersten
nördlichen  Vorgebirge  Barrow  und  selbst  weiter  nach  Osten.
Diese  Sprache  sprechen  auch  die  Tschuktschen,  die  Bewohner
des  asiatischen  Ufers  der  Behringstrasse.  Sie  zertheilt  sich  in  sechs
Mundarten,  nämlich  in  die  Kadjakische,  Aglegmiutische,  Tschugatsische,
  Tschnagamiutische,  Malegmiutische  und  Tschugotische.
Die  Kadjakische  Mundart  sprechen  eigentlich  die  Bewohner
der  Insel  Kadjak.  Doch  von  hier  theilt  sie  sich  hinsichtlich
der  Aussprache  in  zwei  Mundarten:  in  eine  nördliche  und  eine
südliche.  Die  Zahl  der  die  Kadjakische  Mundart  Sprechenden
beläuft  sich  jetzt  nicht  höher  als  auf  2300  Menschen.
Die  Aglegtiutische  Mundart  ist  bei  den  Bewohnern  der
Nordseite  Aläksa’s  üblich.  Die  Zahl  dieser  Bewohner  beträgt
jetzt  nicht  mehr  als  550  Menschen.
Die  Tschugatsische  Mundart  sprechen  die  Tschugatsen,
die  Bewohner  der  in  gerader  Richtung  von  Kadjak  gelegenen
südlichen  Seite  Aläksa’s.  Die  Zahl  der  Tschugatsen  ist  ebenfalls ­
  nicht  gross.
Die  Tschnagamiutische  Mundart  ist  bei  den  Bewohnern  um
die  Gegend  der  Michailow’schen  Schanze,  d.  i.  von  dem  Vorgebirge ­
  Stephens  bis  zu  der  Behringstrasse  üblich.
Die  Malegmiutische  Mundart  sprechen  die  Anwohner  der
Meerbusen  Norton  und  Kotzebue,  sowie  die  Bewohner  noch
nördlicherer  Gegenden,
            
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