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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

lieber  eine  Handschrift  des  Passionais  und  Buches  der  Märtyrer.

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Schliesslich  mögen  noch  einige  Stellen  angeführt  werden,
wo  r  in  Verbindung  mit  anderen  Buchstaben  verlesen  ist:  do
für  der  97,  88;  geweten  für  getreten  16,  16;  Vroleich  für  verUlien
26,  53;  froleich  für  werlich  44,  20;  werleicher  für  vrevelicher  16,  59.
z  scheint  gelesen  als  ch  (h)  in  auch  für  uz  (Vorlage  ouz)
13,  36.  151,  85;  floch  für  vloz  202,  37.
Vgl.  umgekehrt  aus  sties  für  ouch  verstiez  56,  41  ;  Hessen
für  lihen  12,  70;  setzen  für  suchen  10,  58.  Sonst  ist  nur  anzumerken ­
  seinr  für  suzer  168,  6.
v  als  w:  entivant  für  entvant  18,  26;  erwinden  für  ervinden
53,  8;  worchte  für  vorchte  103,  4;  wachte  für  vaclit  335,  40;
wint  für  vint  338,  26;  hieher  gestellt  darf  wohl  auch  werden
worden  für  vordem  12,  65;  wol  für  vollen  62,  19;  war  nam  für
vernam  134,  24;  warhaft  für  verhaft  154,  69;  walde  für  velde
125,  21;  weisleich  für  vlizeclich  (Vorlage  vlizlich?)  95,  11;  wiste  es
für  vugetez  36,  5;  wider  für  ander  (Vorlage  vncler)  38,  34;  verwüsten ­
  für  vor  vazzeten  (Vorlage  vor  vazten)  333,  90;  welcher
für  sulcher  154,  56,  wo  für  u  wahrscheinlich  v  geschrieben  war.
Andererseits  w  als  v:  widervart  für  wider  wart  12,  35;  vallen  für
wallen  30,  11  ;  gevalt  für  gewalt  155,  21;  forcht  für  worte  168,
11;  veintleich  für  weichlich  174,  59;  vielleicht  gehört  hieher  vil
für  wie  48,  64  und  vor  für  wol  118,  83.  Die  Lesart  vil  für  wile
338,  52  möchte  ich  der  Vorlage  zuweisen,  in  Folge  dessen
dann  der  Schreiber  von  B  das  Subject  umstellte:  die  sy  vil
liepleich  gruste.
Andere  Verwechslungen  von  v  sind  seltener.  Vgl.  der
auch  geviders  w'az  nit  ploz  für  der  ouch  geviders  nicht  vloz  61,  40.
Da  wäre  v  in  h  verlesen  und  darum  waz  eingefügt;  übrigen
für  vurigen  48,  56  erklärt  sich  dadurch,  dass  für  u  v  geschrieben
war;  ygl.  verlief  für  uberlief  163,  45.  Zweifelhafter  verhält  es
sich  mit  becherar  für  verkerere  38,  58.  Aus  der  Schreibung  v
statt  u  dürfte  toren  für  dürren  60,  21;  dem  gote  für  den  guten
191,  95,  was  die  Aenderung  des  folgenden  Verses  in  vncl  wir
sein  leben  an  vns  tragen  mit  sich  brachte,  und  moclit  für  muste
339,  62  abzuleiten  sein.  —  nam  für  vant  160,  66  weist  auf  den
Gebrauch  von  u  =  v,  und  so  scheint  n  als  u  gelesen  bei  bevande
für  benande  14,  82,  wo  allerdings  die  Verderbniss  sich  nicht
auf  dies  einzige  Wort  beschränkt:  Bliest  do  sagt  man  als  man
bevande;  sicher  in  höflichen  für  honlichen  122,  10;  ave  für  ane
            
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