lieber eine Handschrift des Passionais und Buches der Märtyrer.
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Schliesslich mögen noch einige Stellen angeführt werden,
wo r in Verbindung mit anderen Buchstaben verlesen ist: do
für der 97, 88; geweten für getreten 16, 16; Vroleich für verUlien
26, 53; froleich für werlich 44, 20; werleicher für vrevelicher 16, 59.
z scheint gelesen als ch (h) in auch für uz (Vorlage ouz)
13, 36. 151, 85; floch für vloz 202, 37.
Vgl. umgekehrt aus sties für ouch verstiez 56, 41 ; Hessen
für lihen 12, 70; setzen für suchen 10, 58. Sonst ist nur anzumerken
seinr für suzer 168, 6.
v als w: entivant für entvant 18, 26; erwinden für ervinden
53, 8; worchte für vorchte 103, 4; wachte für vaclit 335, 40;
wint für vint 338, 26; hieher gestellt darf wohl auch werden
worden für vordem 12, 65; wol für vollen 62, 19; war nam für
vernam 134, 24; warhaft für verhaft 154, 69; walde für velde
125, 21; weisleich für vlizeclich (Vorlage vlizlich?) 95, 11; wiste es
für vugetez 36, 5; wider für ander (Vorlage vncler) 38, 34; verwüsten
für vor vazzeten (Vorlage vor vazten) 333, 90; welcher
für sulcher 154, 56, wo für u wahrscheinlich v geschrieben war.
Andererseits w als v: widervart für wider wart 12, 35; vallen für
wallen 30, 11 ; gevalt für gewalt 155, 21; forcht für worte 168,
11; veintleich für weichlich 174, 59; vielleicht gehört hieher vil
für wie 48, 64 und vor für wol 118, 83. Die Lesart vil für wile
338, 52 möchte ich der Vorlage zuweisen, in Folge dessen
dann der Schreiber von B das Subject umstellte: die sy vil
liepleich gruste.
Andere Verwechslungen von v sind seltener. Vgl. der
auch geviders w'az nit ploz für der ouch geviders nicht vloz 61, 40.
Da wäre v in h verlesen und darum waz eingefügt; übrigen
für vurigen 48, 56 erklärt sich dadurch, dass für u v geschrieben
war; ygl. verlief für uberlief 163, 45. Zweifelhafter verhält es
sich mit becherar für verkerere 38, 58. Aus der Schreibung v
statt u dürfte toren für dürren 60, 21; dem gote für den guten
191, 95, was die Aenderung des folgenden Verses in vncl wir
sein leben an vns tragen mit sich brachte, und moclit für muste
339, 62 abzuleiten sein. — nam für vant 160, 66 weist auf den
Gebrauch von u = v, und so scheint n als u gelesen bei bevande
für benande 14, 82, wo allerdings die Verderbniss sich nicht
auf dies einzige Wort beschränkt: Bliest do sagt man als man
bevande; sicher in höflichen für honlichen 122, 10; ave für ane