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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Schuchardt.

erweiterung  erfahren,  wenn  auch  nicht  immer  in  entsprechenden
Fällen,  wie  bei  ,essen'.  Capsi.ze  ,Umstürzen'  u.  s.  w.  (vgl.  maurit.
cavire,  capote  Baissac  S.  58)  erinnern  uns  daran,  dass  Schiffsleute ­
  die  ersten  englischen  Lehrer  der  Insulaner  waren;  und
fight,  ,schlagen,  klopfen,  abwehren'  u.  s.  w.,  dass  die  Berührung
zwischen  den  beiden  Racen  vielfach  eine  wenig  freundliche  war.
Clothes  ist  Alles,  was  bedeckt:  ,Pferdegeschirr',  ,Serviette',  ,Fesseln' ­
  u.  s.  w.  Auch  (a)long  soll  ein  Lieblingswort  sein:  come
’long  ,da  sein';  I  bring  kirn  ’long  me  ,ich  bringe  es  mit  mir'.
Für  die  Franzosen  wurde  die  Benennung  man-a-wiwi  geschaffen,
ganz  wie  man  im  Mittelalter  von  einer  langue  d’o'il  redete. 1
Ueber  das  Phonetische  lasse  ich  mich  nicht  weiter  aus;
esterrong  =  strong,  esseppoon  =  spoon,  essaucepen  —  saucepan,
pellate  =  plate,  coverra  =  cover,  millit  ==  milk,  bock-kiss  =  box
u.  s.  w.  erklären  sich  leicht  aus  melanesischer  oder  polynesischer
  Lautirung.  Es  ist  ja  bekannt,  dass  besonders  die  Neuseeländer ­
  die  fremden  Wörter  bis  zur  völligen  Unkenntlichkeit
entstellen. 2  Daher  werden  öfters  auch  englische  Wörter,  die
sich  die  Eingeborenen  mundgerecht  gemacht  haben,  von  Missionären ­
  und  andern  Europäern  für  einheimische  gehalten.  So
übersetzte  der  Wesleyaner  Gr.  Brown  ,waschen'  in  die  Sprache
der  Duke-of-York-gruppe  mit  tobi,  bis  er  gelegentlich,  als  er

'  In  der  Südsee  überhaupt  werden  die  Franzosen  Wiwi  genannt  (Burkliardt-Grundemann
  IV,  III,  160).  Vgl.  Christmann  und  Oberländer  Oceauien
  I,  15:  ,Die  Maori  wissen  nämlich  sehr  genau  die  Franzosen  von
den  Engländern  zu  unterscheiden;  sie  heissen  die  Ersteren  wiwi#  (von
oui,  oui),  ganz  ähnlich  wie  die  Eingeborenen  von  Neucaledonien  die  Franzosen ­
  die  oui-men,  die  Engländer  dagegen  die  yex-men  zu  nennen  pflegen.'
2  A.  a.  0.  I,  113:  ,Merkwürdiger  Weise  sind  die  Maori  nicht  fähig,  die
englische  Sprache  zu  sprechen.  Sie  vermögen  es  wohl,  dieselbe  lesen
und  schreiben  zu  lernen,  aber  sie  können  die  englischen  Laute,
„die  wohl  in  ihr  Ohr  gehen,  nicht  wieder  aus  ihrem  Munde  hervorbringen“. ­
  —  ,Während  in  anderen  britischen  Besitzungen  die  Eingeborenen ­
  die  Sprache  ihrer  Beherrscher  erlernen  müssen,  sind  in  Neuseeland ­
  die  Engländer  gezwungen,  die  Maorisprache  zu  sprechen,  um
mit  den  Eingeborenen  verkehren  zu  können. 1  Es  scheint,  dass  das
Französische  den  Südseeinsulanern  weniger  lautliche  Schwierigkeiten
entgegenstellt  als  das  Englische,  obwohl  es  auch  hier  ohne  Verrenkungen,
wie  mon  tour  (hon  jour),  mon  toir  (lion  soir),  parnach  (franqais)  —  so  auf
Manga-Reva  (G.  Hartwig,  Die  Inseln  des  Grossen  Oceans,  Wiesbaden  1871,
S.  136)  —  nicht  abgeht.
            
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