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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Schuchardt.

Handelssprachen  und  Sklavensprachen  auf  sehr  bestimmte  Weise.
Das  ,Mein  und  Dein'  spielt  zwischen  Herren  und  »Sklaven  gar
keine  Rolle;  aber  unter  den  ersten  und  am  häufigsten  wiederholten ­
  Wörtern,  welche  die  Anwohner  der  Südsee  aus  dem
Munde  der  Weissen  vernahmen,  befand  sich  sicherlich  das
Wort  ,gehören',  belang.  Im  Pidginenglischen  hat  dasselbe  die
weiteste  und  allgemeinste  Bedeutung  erlangt;  im  Beche-le-marenglischen
  hat  es  eine  sehr  eigenthümliche  Verwendung  erfahren; ­
  man  bildet  mit  seiner  Hilfe  den  Genitiv.'  Aber  da  es
nun  grösstentheils  dieselben  Leute  waren,  welche  mit  den
Südseeinsulanern  und  welche  mit  den  Chinesen  verkehrten  —
Trepang  und  Sandelholz  wurden  ja  ausschliesslich  nach  China
verführt  —  so  ist  es  um  so  weniger  wunderbar,  dass  das  gebrochene ­
  Englisch  im  Osten  und  Westen  die  gleichen  Grundzüge
trägt,  die  dann  dort  durch  einen  sehr  eigenthümlichen  Sprachgeist
  etwas  ausgeschmückt  und  bereichert  wurden,  hier  ziemlich
in  der  ursprünglichen  Nacktheit  und  Dürftigkeit  verblieben.
So  bietet  uns  auch  das  Pidginenglische:  suppose  ,wenn',  plenty
,viel',  ,sehr‘,  stop  ,da  sein“,  chow-chow  (,essen')  für  jegliches  Verzehren, ­
  zu  Grunde  richten.  Leicht  könnte  auch  specifisch  Chinesisches ­
  in  das  Beche-le-mar-englisch  eingedrungen  sein.  »So
erinnert  mich  that  fellow  knife,  this  fellow  hat  an  das  pidginenglische ­
  one  piecee  .  .  .;  es  scheint  freilich  im  Pidginenglischen
piecee  reines  Numeralwort  zu  sein,  während  ja  im  Chinesischen
selbst  die  Classenwörter  auch  nach  dem  Demonstrativum  angewendet ­
  werden.  Die  Darstellung  des  Unpersönlichen  als  Persönliches ­
  ,  die  sich  ja  auch  ausser  diesem  Falle  findet  (that
fellow  3),  ist  da,  wo  he  sowohl  ,es'  als  ,er'  bedeutet,  keineswegs
befremdlich  und  wird  wohl  schon  im  Vulgärenglischen  begründet
sein.  Chinesische  Wörter  im  Beche-le-mar-englischen  sind  mir
nicht  bekannt.  Durch  die  Vermittlung  des  Pidginenglischen
ist  portugiesisch  sähe  (savey)  herübergekommen;  vermuthlick
auch  portugiesisch  calabougo  (callaboos).  Kai-kai  ,essen'  ist  ein
polynesisches  Wort  (tong.  maor.  mark.  u.  s.  w.  kai,  haw.  cd,
!  ,Boat  betont/  youP  [auf  Neucaledonien]  Christmann  und  Oberländer  Oceanien
  II,  63,  lässt  sich  übersetzen:  ,Boot  gehört  Euch? 4  oder  ,Euer  Boot? 4
In  dem  oben  angeführten  Beispiele  lookout  belong  faya  hat  belong  den
Werth  einer  localen  Präposition.  Nach  Herrn  Hernsheim  auch:  me  go
worlc  belong  you  ,ich  komme  für  Sie  zu  arbeiten 4 .
            
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