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Schuchardt.
Handelssprachen und Sklavensprachen auf sehr bestimmte Weise.
Das ,Mein und Dein' spielt zwischen Herren und »Sklaven gar
keine Rolle; aber unter den ersten und am häufigsten wiederholten
Wörtern, welche die Anwohner der Südsee aus dem
Munde der Weissen vernahmen, befand sich sicherlich das
Wort ,gehören', belang. Im Pidginenglischen hat dasselbe die
weiteste und allgemeinste Bedeutung erlangt; im Beche-le-marenglischen
hat es eine sehr eigenthümliche Verwendung erfahren;
man bildet mit seiner Hilfe den Genitiv.' Aber da es
nun grösstentheils dieselben Leute waren, welche mit den
Südseeinsulanern und welche mit den Chinesen verkehrten —
Trepang und Sandelholz wurden ja ausschliesslich nach China
verführt — so ist es um so weniger wunderbar, dass das gebrochene
Englisch im Osten und Westen die gleichen Grundzüge
trägt, die dann dort durch einen sehr eigenthümlichen Sprachgeist
etwas ausgeschmückt und bereichert wurden, hier ziemlich
in der ursprünglichen Nacktheit und Dürftigkeit verblieben.
So bietet uns auch das Pidginenglische: suppose ,wenn', plenty
,viel', ,sehr‘, stop ,da sein“, chow-chow (,essen') für jegliches Verzehren,
zu Grunde richten. Leicht könnte auch specifisch Chinesisches
in das Beche-le-mar-englisch eingedrungen sein. »So
erinnert mich that fellow knife, this fellow hat an das pidginenglische
one piecee . . .; es scheint freilich im Pidginenglischen
piecee reines Numeralwort zu sein, während ja im Chinesischen
selbst die Classenwörter auch nach dem Demonstrativum angewendet
werden. Die Darstellung des Unpersönlichen als Persönliches
, die sich ja auch ausser diesem Falle findet (that
fellow 3), ist da, wo he sowohl ,es' als ,er' bedeutet, keineswegs
befremdlich und wird wohl schon im Vulgärenglischen begründet
sein. Chinesische Wörter im Beche-le-mar-englischen sind mir
nicht bekannt. Durch die Vermittlung des Pidginenglischen
ist portugiesisch sähe (savey) herübergekommen; vermuthlick
auch portugiesisch calabougo (callaboos). Kai-kai ,essen' ist ein
polynesisches Wort (tong. maor. mark. u. s. w. kai, haw. cd,
! ,Boat betont/ youP [auf Neucaledonien] Christmann und Oberländer Oceanien
II, 63, lässt sich übersetzen: ,Boot gehört Euch? 4 oder ,Euer Boot? 4
In dem oben angeführten Beispiele lookout belong faya hat belong den
Werth einer localen Präposition. Nach Herrn Hernsheim auch: me go
worlc belong you ,ich komme für Sie zu arbeiten 4 .