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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Scli  ii  cli  ardt.

Fixirung  und  Erweiterung  des  Jargons  bei.  Wenn  eine  grosse
Menge  von  Oceaniern  freiwillige  und  unfreiwillige  Schiffsgenossen
der  Weissen  waren,  so  scheinen  sie  doch  bei  solcher  Gelegenheit ­
  sich  nicht  wirklich  in  der  Kenntniss  des  Englischen  vervollkommnet ­
  zu  haben,'  und  wenn  anderseits  der  Abhub  der
weissen  Gesellschaft,  wie  entlaufene  Matrosen  und  Sträflinge,  sich
unter  den  Eingeborenen  niederliessen,  so  lernten  diese  von  ihnen
ebensowenig  gutes  Englisch  wie  gute  Sitten.  Da  nun  aber  jene
drei  Erwerbszweige  mehr  und  mehr  in  den  Hintergrund  getreten
sind 2  und  sich  an  vielen  Punkten  ein  tieferer  und  reinerer  Einfluss ­
  der  europäischen  Cultur  schon  geäussert  hat  oder  zu  äussern
beginnt,  so  sollte  man  meinen,  dass  der  Jargon  binnen  Kurzem
erlöschen  würde.  Die  Eingeborenen  empfangen  geregelten  Unterricht ­
  in  der  englischen  oder  französischen  Sprache;  die  Europäer
bemühen  sich,  die  auf  einen  hohem  Rang  emporgehobenen  oceanischen
  Sprachen  sich  anzueignen,  die  ihnen  hie  und  da  auch
ein  gut  Stück  Weges  entgegenkommen.  So  scheint  das  Küstentahitisch
 3  dem  hier  besprochenen  Englisch  gegenüberzustehen  wie
das  Yokohamajapanisch  dem  Pidginenglisch  Chinas.  Dennoch
gibt  es  auch  in  neuester  Zeit  Umstände,  welche  nicht  nur  der
Fortdauer,  sondern  sogar  der  Ausbreitung  jenes  englischen  Jargons ­
  günstig  sind.  Ganz  in  der  Art  der  Kulis  verdingen  sich
nämlich  Insulaner  als  Arbeiter  nach  den  europäischen  Colonien;
besonders  ist  dies  mit  den  Bewohnern  der  Neuen  Hebriden  der
Fall,  wo  übrigens  auch  das  Hauptemporium  des  durch  so  viele
Gewaltthätigkeiten  und  Grausamkeiten  befleckten  Sandelholzhandels ­
  sich  befunden  hatte  (Burkhardt-Grundemann,  Kleine
Missionsbibliothek  IV,  III,  117  f.).  Der  darauf  folgende  Arbeiterhandelwaranfangs ­
  nichtviel  menschlicher;  die  Einwohner  wurden
1  Vgl.  A.  v.  Chamisso’s  Werke  2 II,  279:  Viele  O-Waihier  verstehen  etwas
englisch,  keiner  aber  ist  der  Sprache  vollkommen  mächtig,  selbst  die
nicht,  die  auf  amerikanischen  Schiffen  gereist  sind,  wie  es  sehr  viele
gethan 1 .
2  Dafür  hat  der  Handel  mit  Kokosöl  einen  ungemeinen  Aufschwung  genommen, ­
  der  sich  mit  der  religiösen  Mission  recht  gut  zu  vertragen
scheint.  Das  methodistische  Bekenntniss  wird  in  Melanesien  lohe  wai-u  ai
,Oelreligion‘  genannt.
3  ,Le  Mariage  de  Loti‘  in  der  Nouvelle  Revue  II  (1880),  415:  ,Depuis
longtemps  je  pouvais  couramment  parier  le  tahitien  de  la  plage  qui
est  au  tahitien  pur  ce  que  le  petit-n&gre  est  au  franqais.*
            
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