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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Kreolische  Studien  IV.

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Nachtrag.
Der  Verfasser  des  Seite  123  abgedruckten  Briefes  sandte
unterm  4.  September  d.  J.  einen  zweiten  längeren  an  die
,Oceania  Espanola'  ein,  von  dessen  Wiedergabe  ich  Abstand
nehme,  weil  er,  wie  auch  der  erste,  ganz  in  spanischem  Geist
und  Stil  geschrieben  ist  und  in  sprachlicher  Beziehung  nur
wenig  Neues  bietet.  Für  die  Form  mangd  werden  die  Setzer  verantwortlich ­
  gemacht:  es  müsse  heissen  manä  (s.  S.  136,  Anm.  4),
jenes  gehöre  nicht  der  echten  Pariansprache  an  und  man
könne  sich  darüber  bei  den  Leuten  von  Hermita,  Paco  und
San  Roque  in  Cavite  vergewissern;  die  von  San  Nicolas  in
Binondo  (vgl.  S.  113,  Anm.  3)  dürfe  man  allerdings  nicht  befragen, ­
  weil  ihre  Sprache,  obwohl  sie  von  San  Roque  gekommen
seien,  sich  stark  verändert  habe.  Auch  nicht  musiquero  habe
in  dem  Briefe  gestanden,  sondern  buen  muchacho  na  müsica,
indem  man  mit  buen  muchacho  Jeden  bezeichne,  der  in  irgend
einer  Kunst  oder  einem  Gewerbe  tüchtig  sei:  El  palabra  ,musiquero‘
  no  ta  usd  sino  el  manä  provinciano,  cuando  quiere  liabld
espafiol,  aunque  no  sabe:  ansina  tambien  cuando  algun  persona
ta  padece  algun  enpelmedad,  dice  el  manä  provinciano:  ,tiene
enpelmo‘.  Das  Wort  jambuguero  kann  nicht  ganz  neuen  Ursprungs ­
  sein;  der  Schreiber  hat  es  schon  als  Knabe  von  seinem
Lehrer  gehört:  ;  que  jambuguero  de  estilo!  Sonst  entnehmeich
aus  dem  Briefe  ein  paar  Belege  für  schon  bekannte  Erscheinungen: ­
  tiene  yo  (zu  S.  128)  —  cuando  todavia  ni.no  ta  asisti
yo  na  escuela  de  nisös  pueblo,  un  dia  el  maestro  ya  recibi  un
carta  (zu  S.  132)  —  aquel  su  .sein'  (zu  S.  139)  —  calpintero,
enpelmo  (zu  S.  141)  —  masque  donde  ,irgendwo'  (zu  S.  144).
Volksthümlich  ist  das  öfters  angewandte  ansina;  bemerkenswerth
  noch  medio  otro  :  el  castellano  y  el  tagalog  ta  medio  otro
y  corrompido  —  el  lengua  de  ilös  ahora  es  medio  otro  ya  (vgl.  tag.
ibd  ,anderer'  und  ,ändern').  Den  Gebrauch  von  escuela  für
,Schüler'  (nisös  su  manä  escuela)  vermag  ich  mir  nicht  zu
erklären.  Eine  Stelle  verdient  ganz  hergesetzt  zu  werden:
Parece  mana  si  quien  tambien  nol  Director,  eso  manä  cajista
de  V.  j r  Por  que  ba  ya  quere  ilös  corregi  conmigo?  gacaso  ilös
ay  descendiente  de  aquel  manä  familia  de  Babel?  sino  del  monte
10*
            
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