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Schuchaudt.
Madagassofranzösischen theilweise Angleichung der Possessivpronomina
an die Personalpronomina stattgefunden (Kreol. Stud.
III, 16. Literaturbl. f. g. u. r. Ph. 1883, S. 238), in anderen
kreolischen Idiomen vollständige.
Das Portugiesische hat wie fast in jeder kreolischen
Mundart, so auch in dieser Spuren hinterlässen: eie für span.
el (die Anfügung eines e an auslautendes l ist im Tagalischen
nicht begründet und findet keine Analogie in dale) und na
(auch im Curazolenischen und Negerenglischen von Surinam) für
span. en. Die Aufnahme dieser Formen reicht gewiss in die
erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück, als die Spanier um
ihre neuen Entdeckungen sich noch wenig kümmerten und die
Portugiesen im Handels- und Religionsinteresse hier festen Fuss
zu fassen suchten.
Im Munde der Chinesen modificirt sich jedes Idiom
nicht unbeträchtlich; so auch das Tagalospanische. Jene pflegen
auszusprechen quiele, platicalo, palata, ulopa (ropa), muena
noche u. s. w. und mit Senolia anzureden, welches daher ein
Scherzname für sie geworden ist. Dieses Wort ist zu dem suya
hinzudenken, welches sie für span. Vd. gebrauchen, und, was
befremdlicher erscheint, zu mia = yo. Auch die Tagalen bedienen
sich in der Unterhaltung mit Chinesen dieser Wortformen;
s. I. 18. 23. 34.
Dieses Chinotagalospanische pflanzt sich auf eigenthümliche
Weise fort. Die neuangekommenen Chinesen werden in
eine Art Schule gebracht, um Spanisch und Tagalisch zu lernen.
Ein chinesischer Lehrer sagt die Zahlen, indem er auf eine
entsprechende Menge von Dingen deutet, laut her: uno, dö, te,
cato, sinco, sis, site, oto, neve u. s. w.; jeder einzelne Schüler
spricht sie nach, so lang, bis er sie vollkommen inne hat. Dann
geht es an die beim Handel am Meisten gebräuchlichen Wörter
und Redensarten: mueno dia, senolia — $cosa qitielef — mia
tiene nuevo patila (partida) — mia vende balato balato, tiene
casetin, lienso de Ulopa, camisete, coco patelo (Espartero) — mia
tiene mucho de toro (todo) — mia no intiendi — mia no puele —
ultimo plesio —jeclia mds, mia tiene pedision (ich verliere) u. s. w.
(Rev. de Esp. XC1II, 189).