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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Kreolische  Studien  IV.

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hin'  (tout  de  mcme)  S.  127,  sampegd  III,  1.  4,  in  welchem
Pardo  de  Tavera  eine  Vermischung  von  santiguar  und  pegar
vermuthet;  lautlich:  nor,  nora  (senor,  senora),  todovia.  Manches
endlich,  was  allerdings  in  der  Volkssprache  wurzelt,  zeigt  Entwicklung ­
  im  kreolischen  Sinne.  Eine  Form  sehr  weiter  Verbreitung ­
  ist  dale  für  dar  (z.  B.  de  dale  yo  con  eie  —  yo  dare
d  el),  von  span,  dale,  port.  da-lhe.  Ein  im  alltäglichen  Leben
so  häufig  gebrauchter  Imperativ  konnte  die  einsilbige  Infinitivform ­
  leicht  verdrängen.  Wie  im  Tagalospanischen,  so  findet  es
sich  auch  im  Curazolenischen:  dal  (schlagen)  und  im  Indoportugiesischen: ­
  doli  (in  besonderer  Bedeutung;  Kreol.  Stud.  II,  20).
Mit  diesem  dale  lässt  sich  vergleichen  der  andere  span.-port.
Imperativ  da  [ajcd,  weicherauch  geradezu  Verbum  geworden  ist:
indoport.  da,-cd,  (Kreol.  Stud.  III,  5):  vgl.  den  Conjunctiv  deque
bei  Lope  de  Vcga  (Cuervo,  Leng.  Bogot. :1  S.  143)  und  daca
acd  in  Quito  (Cevallos,  Breve  catälogo  u.  s.  w.  Quito  1873).
Wie  in  allen  kreolischen  Idiomen,  so  werden  auch  hier
Schiffsausdrücke  im  allgemeinerem  Sinne  angewandt,  so  bird
(S.  121,  Anm.  2)  ,volver'.  —  Häufigen  Gebrauches  soll  sumir
für  sumergir  sein.
Ein  neuer  Beweis  dafür,  wie  gern  sehr  oft  gebrauchte
Wortformen  sich  ausserhalb  der  ,Lautgesetze'  stellen,  ist  die
Verkürzung  des  otros  in  den  drei  Personalpronominen  des  Plurals ­
  zu  öos,  os  (Schwund  von  dr  findet  sich  im  andal.  pae,  pa
=  padre,  comd  =  comadre  Gröber’s  Zeitschr.  V,  318):  nosoos
III,  36,  nosos  I,  38,  nisös  I,  90.  IV  ö.;  vosos  (vgl.  curazol.  boso
—  vosotros  neben  bo  —  vos);  ilös  IV,  5.  11.  29  (s.  oben  S.  136).
Pardo  de  Tavera  bemerkt,  dass,  wenn  für  nosos  auch  nisös  gesagt ­
  werde,  doch  dem  kein  visös  zur  Seite  stehe.  Dies  erklärt
sich  aus  den  verschiedenen  Beziehungen  des  n  und  des
v  zu  i.
Dass  die  Personalpronomina  der  1.  und  2.  PI.  (neben  vosos
auch  das  singularisch  gebrauchte  vos)  im  Tagalospanischen  die
entsprechenden  Possessivpronomina  vertreten  (nisös  pueblo  u.  s.  w.
IV;  vos  cara  I,  5),  hängt  mit  keinem  tagalischen  Gebrauch  zusammen ­
  ;  die  lautliche  Aehnlichkeit  der  beiderseitigen  Formen
(besonders  wenn  man  die  alten  noso,  voso  in  Rechnung  bringt)
sowie  die  in  der  2  P.  S.  schon  bestehende  Gleichheit  (tu  —tu)
wirkte  bestimmend.  So  hat  auch  im  Indoportugiesischen  und
Sitzungsbcr.  d.  phil.-hist.  CI.  CV.  Bd.  I.  Hft.  10
            
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