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Schuchardt.
mehr, als Jahrhunderte hindurch die Inseln nur über Amerika
mit dem Mutterlande in Verbindung standen. Vom Tagalospanischen
ist es wenig inficirt worden, so hat z. B. V. cuidado
das Bürgerrecht erlangt; jenes hat natürlich im grossen
Ganzen den Wortschatz desselben auch zu dem seinigen gemacht,
sogar die eigentlich verächtlichen auf die Farbigen angewandten
Deminutiva, wie göbernadorcitto, mediguitlo, welche
natürlich in spanischem Munde entstanden sein müssen. Abgesehen
von diesen localen Zügen des Spanischen müssen auch
dessen vulgäre Elemente für das Tagalospanische in Berücksichtigung
gezogen werden. Mas que für aunque ist ein alter
und volkstümlicher Ausdruck, obwohl die Grammatiken von
Salvä 9 S. 227 und Bello 2 S. 300 die Beispiele: no lo admitiria
mas que me brindasen con ello und no lo aceptaria mds que nie
rogasen con ello ohne Weiteres anführen. Es hat sich daraus
ein elliptischer Gebrauch entwickelt: mas que nunca lo diga
,mag er es meinetwegen niemals sagen*, mds que me maten ,mögen
sie mich meinetwegen tödten* (a. a. 0.); dieser ist auch im
,T)iccionario de laAcademia* angeführt. Daneben aber in der vermehrten
Ausgabe von Salvä als mejicanisch mdsque, so viel ich
sehe ohne einen Unterschied der Bedeutung. Im Sinne von
,obwohl*, ,meinetwegen*, ,gleich wohl* u. s. w. ist mas que
nun ein tagalospanisches Lieblingswort: Scheidnagel S. 162;
I, 3. 55. 107. III, 27. 42. IV, 6. 34. Es findet sich so im
Curazolenischen und, wohl durch portugiesische Vermittlung
(mas que — ainda que bei Moraes Silva), im Pidginenglischen
(,maskee, all right; correct; never mind; notwithstanding; nevertheless;
however; but; anyhow* Leland) und im Kapholländischen
(z. B. masJcie is ik zieh, ik icil nie t’huis blij'nie),
obwohl die holländischen Gelehrten über die Identität dieses
maskie mit holl, misscliien, mnl. machschien (engl, maybe) nicht
den geringsten Zweifel hegen. So ist noch vieles andere Spanisch-volksthümliche
ins Tagalospanische gekommen, wie un
mala porcion für una grande p. III, 12, ei mds peor III, 24, mds
mejor IV, 12; lautlich: Schwund des Infinitiv-r. Hingegen ist es
höchst auffällig, dass wie Pardo de Tavera zu Entrala’s carinito
nuevo II, 37 corrigirend bemerkt, die Tagalen im Spanischen
niemals Deminutiva bilden. Anderes wiederum hat sich neu,
aber nach europäischer Methode entwickelt, wie siempre ,immer-