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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Kreolische  Studien  IV.

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durch  eine  gewichtigere  Präposition  und  das  Demonstrativum
zu  ersetzen.  Recht  anschaulich  ist  I,  57  ff.,  wo  der  Diener
erst  einfach  sagt:  el  anay  und  dann  wiederholt  aquel  ariay;  das
heisst  nicht  etwa  ,die  Termite':  er  sagt  überhaupt  nicht  etwas
Neues,  er  will  nur  das  Gesagte  dem  äusseren  Sinne  deutlicher
einprägen:  ,nun  eben,  die  Termite'.  Es  erinnert  diese  Ausdrucksweise, ­
  welche  sich  überhaupt  bei  dem  Gebrauch  einer
fremden,  unvollständig  angeeigneten  Sprache  leicht  einfindet,
an  die  Art  tauber  Leute,  welche  unwillkürlich  ebenso  reden,
wie  sie  wünschen,  dass  man  zu  ihnen  reden  möge;  ja  es  hat
sogar  zu  gleicher  Zeit  dort  ganz  dasselbe  wie  hier  statt,  die  Verlangsamung ­
  und  Erhebung  der  Stimme.  So  gleicht  denn,  gegenüber ­
  der  europäischen  Rede  mit  ihren  mannigfachen  Abstufungen ­
  und  feinen  Bindegliedern,  die  kreolische  einer  Kette
von  gleich  schweren  Ringen.  Wir  haben  gesehen,  dass  das
tagalospanische  seguro  oder  segurcimente  im  Tagalischen  begründet ­
  ist,  aber  es  wird  viele  Fälle  geben,  wo  das  segurcimente,
senor  im  Tagalischen  doch  nur  durch  öo  po  ausgedrückt  sein
würde,  ganz  ähnlich  wie  man  von  Italienern  (und  andern
Fremden)  oft  hört:  ,Ja  wohl,  mein  Herr'  oder  ,ich  weiss  es
gar  nicht'  statt  eines  italienischen  ,si  signore'  oder  ,non  lo
so'.  Der  negative  Ausdruck  ist  von  grösserem  Gewichte  als
der  positive;  daher  no  mds  statt  solo  oder  solamente  I,  76.  85.  III,
20.  39.  IV,  7.  18,  Entrala  S.  23.  Zuweilen  wird  ein  Begriff
auf  doppelte  Weise  zugleich  wiedergegeben,  z.  B.  el  catedral  de
Toledo  es  mds  bonito  que  con  el  de  Sevilla,  no  ta  cantd  ya  mds  etc.
Auch  der  Gebrauch  nachdrücklicherer  Verba  (z.  B.  mird
,schauen'  für  ,sehen'  IV,  4)  ist  allgemein  kreolisch.
Weiter  ist  die  Beschaffenheit  des  Spanischen  ins  Auge  zu
fassen,  welches  in  den  Mund  der  Tagalen  kam.  Auf  den  Philippinen ­
  ebenso  wie  in  allen  überseeischen  Ländern  hat  das
Spanische  auch  bei  den  Colonisten  gewisse  Veränderungen  erfahren, ­
  vorzugsweise  was  das  Wörterbuch  anlangt.  Die  Menge
neuer  und  neugebrauchter  Wörter,  mit  denen  sich  das  Spanische
bereicherte,  steht  im  Verhältnisse  zu  der  Menge  und  Eigenthümlichkeit
  der  neu  erworbenen  Länder  und  Völker.  Das
philippinische  Spanisch,  über  welches  Blumentritt’s  treffliches
Vocabular  (Leitmeritz  1882)  uns  vollkommen  unterrichtet,  muss
mit  dem  amerikanischen  zusammen  betrachtet  werden,  umso-
            
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