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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Kreolische  Studien  IV.

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Plural  noch  solche  mit  mangd,  sondern  bieten  nur  spanische
Plurale  (vgl.  S.  131).  Dass  aber  die  Tagalen  einige  Mühe  gehabt ­
  haben,  die  Bedeutung  des  pluralischen  -s  zu  erfassen,  sieht
man  daraus,  dass  sie  ihrer  Sprache  viele  spanische  Wörter  in
der  Pluralform  einverleibt  haben,  solche,  die  häufiger  in  dieser
als  in  der  Singularform  erscheinen,  z.  B.  caldtas  (carta),  balbds
(barba),  barriles,  labanös  (rabano),  edles,  sigras  oder  sigaras
(cidra),  sopds.  Die  zweite  Methode  der  Pluralbildung,  welche
in  anderen  malaiischen  Sprachen  sich  festgesetzt  hat  und  sogar
zur  Silbenreduplication  vorgeschritten  ist  (z.  B.  iban.  ba-balay
—  balay  balay),  scheint  sich  im  Tagalischen  nur  in  wenigen
Spuren  erhalten  zu  haben.  1  Ich  finde  sino  sino?  (sinong  mangd?
mangd  sinoV)  ,quienes? < '  (im  Casus  obliquus  canicanino  vom  Singular ­
  canino)  und  and  and?  (mangd  and?  anöng  mangd?  mangd
and  anoV),  Plural  von  ,que?‘  (Totanes  §.  55.  58).  So  auch  im
Tagalospanischcn  quien  quien?  für  ,quienes?‘  Nach  Blumentritt, ­
  Phil.  Vocab.  S.  30  gebrauchen  die  Indier  für  den  spanischen
Titel  Don  oft  die  reduplicirte  Form  dondon‘  —  wohl  nur  im
Plural 2  —  ,so  werden  oft  die  Principales  von  den  Spaniern  im
ironischen  Sinne  genannt'.  —  Obwohl  pumigd  pumiga  I,  77,  ya
sampegd  que  ya  sampegd  III,  1  sich  aus  dem  Spanischen  erklären
lässt,  sei  doch  auf  die  im  Tagalischen  sehr  beliebte  Verbindung
gleicher  Verbalformen  durch  nang  verwiesen,  z.  B.  dasdl  nang
dasäl  ,rezar  y  mas  rezar'  (Totanes  §.  282).  —  Auch  habla
bueno  -bueno  I,  34  ist  im  Tagalischen  zu  begründen:  naguica
siydng  magaling-gdling  ,bonitamente  habld'  (Totanes  §.  356).  —
Man  bemerke  noch  si  de  donde  donde 3  IV,  5,  ,von  einer  und
der  andern  Seite'.

1  Nach  Totanes  §.  381  findet  in  Ausrufen  Reduplication  des  die  hervorgehobene ­
  Eigenschaft  bezeichnenden  Wortes  statt,  wenn  es  auf  einen
Plural  bezogen  wird,  z.  B.  büti  ayd  nito  ,wie  schön  ist  das!‘  (eig.  ,Schönheit ­
  o!  davon*),  bohuti  ayd  nild  ,wie  schön  sind  sie!*  (eig.  ,Schönheiten  —
buli  buti  —  o!  von  ihnen*).  Solche  Reduplication  findet  sich  auch  bei
den  zusammengesetzten  Adjectiven  (wenn  substantivisch  gebraucht),  z.  B.
marimung  ,gelehrt*,  PI.  marurununy  Totanes  §.  67.  70.  Uebrigens  findet
sich  §.  69  eine  solche  Form  mit  mangd  zusammen:  nang  mangd  malalacds
  ,von  den  Starken*.
2  Doch  führt  mir  Blumentritt  aus  dem  ,Comercio*  (April  1881)  an:  ,un
viejo  don-don 1 .
3  Vgl.  ta  andd  si  donde  doi\de.
            
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