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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Kreolische  Studien  IV.

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genügt;  ausserdem  das  des  Instrumentalis.  Sa  hat  ursprünglich
locale  Bedeutung  und  bezeichnet  eine  Menge  weiterer  Beziehungen ­
  ;  es  ist  vor  Allem  Dativ-,  theilweise  auch  Accusativpräposition.
  Bald  nämlich  erscheint  das  unmittelbare  Object
als  eine  nothwendige  Ergänzung  des  Verbalbegriffs  (ich  habe
das  als  ,reinen'  Accusativ  bezeichnet),  dann  tritt  nang  ein,
z.  B.  magdald  ca  nang  isdng  misdl  na  coro  .bringe  ein  Messbuch
nach  dem  Chor';  bald  als  der  Ort,  an  welchem  eine  an  sich
hinlänglich  bestimmte  Thätigkeit  vor  sich  geht,  z.  B.  adral  ca
sa  isdng  bdta,  gleichsam:  ,ertheile  Unterricht  an  einem  Knaben'.
Es  greift  aber  sa  auch  in  die  Functionen  von  nang  hinüber.
Wenn  der  Genitiv  dem  regierenden  Nomen  vorausgeht,  so  wird
sa  für  nang  verwendet,  z.  B.  sa  capitdng  bdhay  =  bdhay  nang
capitdn.  Jenem  lässt  sich  unser  ,dem  Capitän  sein  Haus'  vergleichen, ­
  wobei  die  gutturale  Bindung  dem  ,sein'  entspräche.
Ferner  findet  sich  im  Accusativ  vor  den  Personalpronominen
nur  sa  und  vor  den  Eigennamen  nur  cay.  Das  hängt  aber  mit
dem  Obengesagten  zusammen;  bei  bestimmten  Personen  pflegt
es  sich  um  übertragene,  nicht  um  einschliessende  Thätigkeiten
zu  handeln.  Dieser  Gebrauch  des  tagalischen  sa  entspricht
im  Wesentlichen  dem  des  spanischen  d,  welcher  ja  gerade
durch  einige  scheinbare  Ausnahmen  sehr  schön  erläutert  wird
(iquerer  un  criado  ,einen  Diener  suchen'  —  wie  eine  Sache  -—,
cpuerer  a  un  criado  ,einen  Diener  lieben';  perder  su  mujer  ,seine
Frau  verlieren'  —  wie  eine  Sache  —,  perder  d  su  mujer  ,seine
Frau  verderben').  Nun  bedeutet  sa  unter  Anderem  auch  ,mit',
und  man  hätte  daher  erwarten  können,  dass  das  so  häufige  d
auch  die  Function  des  selteneren  con  im  Tagalospanischen  ausübte. ­
  Allein  das  Umgekehrte  geschah.  Con  hatte  sowohl  durch
seine  lautliche  Gestalt,  als  durch  die  grössere  Sinnlichkeit  seines
Begriffs  einen  grossen  Vorzug  vor  dem  in  jeder  Beziehung
farblosen  a,  welches  überhaupt,  von  geringen  Spuren  abgesehen,
von  den  kreolischen  Mundarten  aufgegeben  worden  ist.  So  ist
denn  con  für  dativisches  und  accusativisches  d  bei  lebenden
Wesen  das  Regelmässige:  pegue  conmigo  (Canamaqrre  I,  26),
pues  con  V.  gründe  el  gusto  (Entrala  S.  23),  saque  V.  con  eie
(Entrala  S.  26),  prestar  conmigo  (Entrala  S.  27),  con  usted  td
esperd  ha  rato  (Entrala  S.  31)  und  oben  querer,  seguir,  doler,  despidir,
  comprar,  decir  u.  s.  w.  con  —,  Wenn  ein  Indier  sagt:  aniarrd
            
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