Kreolische Stiulien TV.
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Wo wie liier nur die begriffliche Identität der Formen, nicht
mehr und noch nicht wieder die (Korrespondenz ihrer Structur
erfasst wird, da wird man zur Neubildung schreiten müssen.
So ersetzte der Tagale sungmülat in Gedanken durch na
sumülat 1 , welches zufälliger Weise wirklich die Grundform von
ersterem ist (indem das Infix -ng- aus dem Präfix na- entstand),
und gab dies durch spanisches ya escribi(r) wieder. Vermuthlich
wird der Spanier, ehe er sich die tagalische Conjugation
angeeignet hat, ganz ebenso für tagalisch sungmütat sagen na
sumülat (oder auch na sülat) == ya escribi(r). Hier hätten wir
jenes vollständige Zusammentreffen, gleichsam auf einem tieferen
Niveau, zwischen Hispanotagalisch und Tagalospanisch, das ich
eben andeutete. Im Präsens und Futurum wurde ebenfalls die
reine Conjugationsform (der Infinitiv) ausgelöst; die charakteristischen
Zeichen aber bot das Spanische selbst dar, welches
ja umschreibende Darstellungen jener Tempora besitzt, allerdings
mit besonderer Bedeutung, die jedoch im fremden Sprachbewusstsein
verallgemeinert wurde : estd escribiendo ist das durative
Präsens; ha de escribir das gerundische Futurum (ei scribendum
est). An Stelle des ersteren, das aber ebenfalls gebraucht
wird (ta mandando = manda III, 13), tritt im Tagalospanischen
ta escribi(r), wie im Indoportugiesischen (s. Kreolische Studienil,
18. III, 16), im (Kapverdischen, im Curazoleöischen; da letzteres
schon den Infinitiv enthält, so bedarf es keiner Veränderung
(vgl. indoportugiesisch von Diu und Timor had(e) . . . ., capverdisch
dl .. . .), doch schwindet nach Pardo de Tavera das lia,
welches überflüssig und, da hoher fast vollständig durch tener
verdrängt ist, bedeutungslos erscheint. Andere schreiben ha
de, so ha de querer I, 19, ha de enfadar I, 38, ha de ensend
IV, 22; bei Montero y Vidal S. 127 sagt ein Indier, wegen
eines starken Windes zur See beruhigend: ,no hay euidado,
senor; ha de yiasar sienrjjreJ. In allen kreolischen Mundarten nun
pflegen gewisse Zeitwörter, besonders ,haben', ,wollen', ,können',
,wissen', im Präsens eines Vorzeichens zu entrathen, ja sogar in
der Gestalt der 3. P. S. Ind. und nicht in der des Infinitivs auf-1
Ich finde allerdings cumain na ac6 ,yo ya com{‘ (Abella, Vademecum fil.
S. 77); aber den Gebrauch des Imperativs für das Perfect kennt Totanes
§. 123. 124- nur in Nebensätzen.