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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Kreolische  Studien  IV.

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in  engen  Grenzen  existirende  Ilispanotagalische  bezüglich  der
Entfernung  von  dem  Vorgesetzten  Ziele  dem  Tagalospanischen
keineswegs  den  Rang  abläuft;  das  Sprichwort:  ,un  ano  de  arte
y  dos  de  bahaque'  verräth,  dass  den  Spaniern  das  Tagalische
schwer  genug  wird.  Aber  solche  quantitativen  Differenzen  sind
mehr  oder  weniger  gleichgültig,  während  die  Charakterzüge  der
aus  denselben  Factoren  in  entgegengesetzter  Richtung  erzeugten
Sprachorganismen  eine  Vergleichung  in  hohem  Grade  verdienten, ­
  und  deshalb  bedauere  ich,  von  dem  Hispanotagalischen
gar  keine  Kenntniss  zu  haben.  Solche  correlate  Mischsprachen
begegnen  sich,  von  dem  abgesehen,  was  aus  der  einen  oder
der  andern  der  beiden  Grundsprachen  stammt,  in  gewissen  Erscheinungen, ­
  die  ihnen  jenen  allgemeinen  Stempel  aufprägen,
welcher  bei  Coelho  einige  zu  weitgehende  Folgerungen  hervorgerufen ­
  hat.  Ich  werde  hierauf  gleich  zurückkommen.
Eine  Sprache  beeinflusst  eine  andere  auf  oberflächliche
Weise,  auf  mechanische,  auf  geistige  Weise,  indem  sie  an  dieselbe ­
  von  ihrer  Aussprache,  von  ihrem  Wortschatz,  von  ihrer
innern  Form  abgibt.  Es  frägt  sich,  wie  verhält  es  sich  mit  den
grammatischen  Bildungselementen?  Bei  denselben  ist
weder  die  dritte  Weise  denkbar,  da  ihre  ursprüngliche  Bedeutung ­
  erloschen  ist  (escribire,  eigentlich  ,ich  habe  (zu)  schreiben“,
und  susülat,  aco,  eigentlich  ,schreiben  schreiben  ich“,  fallen  nun
begrifflich  zusammen),  noch  die  zweite  wegen  der  innigen  Verbindung, ­
  welche  sie  mit  dem  Wortstoff  eingelien.  Wenn  man
je,  was  mir  höchst  unwahrscheinlich  ist,  aus  dem  Munde  eines
spanischredenden  Tagalen  z.  ß.  statt  (yo)  pague  hörte  (yo)  nanayäl,
  so  wäre  dies  keine  tagalospanische,  sondern  eine  tagalische
Wortform,  ebensogut  wie  nagcompisäl  (acö)  =  confese  (yo).  Dass
confescir  ins  Tagalische  Aufnahme  gefunden  hat,  pagar  aber
meines  Wissens  nicht 1 ,  würde  bei  der  Beurtheilung  des  Falles
1  An  einzelnen  Orten  freilich  scheinen  der  Malaiisirung  spanischer  Wörter
gar  keine  Grenzen  gesetzt  zu  sein.  So  ist  auf  meine  Nachfrage  nach
Küchenspanischem  an  die  ,Oceama  Espanola 4  u.  A.  folgender  Brief  eingesandt
  worden,  welcher  eine  Probe  von  dem  unter  den  Mestizen  zu
Vigan  (auf  ilocanischem  Gebiete)  gesprochenen  Idiom  sein  soll.
Uebersetzung.
Mi  estimado  amigo:  iparticipar-  Mi  estimado  amigo:  te  partico
  qca  d  nanombraranac  d  cabo  del  cipo  que  me  han  nombrado  cabo
            
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