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Sc hu chardt.
Es ist anzunehmen, dass in allen Gegenden tagalischer
Bevölkerung das Küchenspanische fast ganz die gleiche Gestalt
hat wie in Manila. Aber auch das Visayische und die anderen
malaiischen Sprachen der Philippinen stehen dem Tagalischen
zu nahe, als dass sich eine wesentliche Verschiedenheit des
Küchenspanischen auf ethnographischer Basis voraussetzen liesse.
In Zamboanga allerdings, für welches uns ausdrücklich ein verderbtes
Spanisch bezeugt wird (A. Bastian, Sprachvergleichende
Studien S. 51), mag es vielleicht bei der oben erwähnten
Mischung sehr verschiedenartiger Elemente eine etwas eigenthümliche
Färbung haben. 1 Wir haben daher keinen Anlass, es für eine
unrichtige Beobachtung zu halten, wenn die Spanier in dem
Küchenspanischen Manilas im Wesentlichen ein in spanisches
Gewand gehülltes Tagalisch erblicken (z. B. A. de la Cavada
Mendez de Vigo, Historia u. s. w. [Manila 1876] I, 58). Freilich
wäre es erwünscht, dass dies durch Solche, die der tagalischen
Umgangssprache vollständig mächtig sind, nun auch im Einzelnen
dargethan würde; ich von meinem entfernten Standpunkt
aus kann nur auf Eines und das Andere hinweisen. Dabei
muss ich, obwohl diese Studien ja nur materielle Vorarbeiten
für die principielle Behandlung desjenigen Problems sein sollen,
welches, wenn ich mich nicht irre, heute im Vordergründe der
sprachwissenschaftlichen Forschung steht, dennoch einige allgemeine
Punkte berühren.
Zunächst glaube ich, dass der culturelle Unterschied
zwischen dem niedriger und dem höher stehenden Volke, dessen
Sprache jenes erlernt, bei der Entwicklung der kreolischen
Idiome überhaupt keine so wichtige Rolle spielt, wie man gemeint
hat, und dass er im vorliegenden Falle ganz ausser Acht
zu lassen ist. Es scheint, dass im Durchschnitt das freilich nur
1 Nach Jagor S. 44 sind die Sprachen Zamboanga’s Mandaya und Spanisch.
Nach Blumentritt (Karte zu Petermann’s Mittheilungen, Ergänzungsheft
Nr. 67) besteht die einheimische Bevölkerung des Stadtgebietes von Zamboanga
aus Tagalen und Visayern; ausserhalb wohnen ,Moros* und Subaner.
Die Mandayer erscheinen bei ihm nur auf dem südlichen Arme Mindanaos.
Aber einer privaten Mittheilung Blumentritt’s zufolge gehören diese
letzteren allerdings mit den Mandayas, Manobos, Bagobos u. s. w. eng
zusammen, wie schon die Sprache ergibt. Scheidnagel S. 44 sagt, in
Zamboanga spreche man das Zamboango*, was hat er sich dabei gedacht?