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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Ueber  eine  Handschrift  des  Passionais  und  Buches  der  Märtyrer.

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St.  Ignatius  (1.  Febr.)  die  von  sand  Breide  (1.  Febr.).  Dagegen
ist  der  Abgang  von  Nr.  6  (Silvester)  und  15  (Johannes  Elem.)
des  Passionais  zu  vermerken.  An  Stelle  der  ersteren  Legende
erscheint  in  unserer  Hs.  Basilius  eingereiht;  einen  andern  Platz,
und  zwar  sonderbarer  Weise  zwischen  Heiligen  des  Monates
Januar,  hat  auch  die  Erzählung  von  St.  Martha  erhalten,  die
hier  auf  St.  Sebastian  folgt,  im  vollständigen  Passional  aber
auf  St.  Margaretha.  Offenbar  liegt  eine  Verwechslung  mit  der
Martha  martyr.  (19.  Jan.)  vor,  die  nur  bei  Vorlage  einer  vollständigen ­
  Passionalhs.  möglich  war.
Die  zusammenhängende  Reihe  von  Legenden  aus  dem
Buche  der  Märtyrer  beginnt,  wie  schon  bemerkt,  mit  der  des
heiligen  Ambrosius  und  auch  hierin  fallen  Abweichungen  in
der  Aufeinanderfolge  und  Auslassungen  auf,  bei  deren  Bezeichnung ­
  ich  mich  der  Kürze  halber  der  von  J.  Haupt  in  seiner
verdienstlichen  Abhandlung  (Sitzungsberichte  phil.-hist.  Classe,
Bd.  LXX,  101  ff.)  angegebenen  Nummerirung  und  für  die  von
ihm  benützten  Hss.  der  dort  gebrauchten  Siglen  bediene.  Die
Brixener  Hs.  nenne  ich  B.
Umgestellt  ist  in  B  Nr.  27  und  28;  eine  umfassende
Aenderung  in  der  Folge  zeigt  sich  von  Nr.  55—66,  indem  B
die  Ordnung  56,  55,  58,  57,  60,  59,  65,  66,  62,  63,  64  hat.
Weggelassen  wurden  zunächst  jene  Legenden,  welche  schon  der
Hs.  des  Passionais  entnommen  worden  waren,  also  Nr.  2,  3,
4,  8,  9,  10,  11,  12,  90,  91,  93,  69.  Wiederholt  ist  nur  die
vom  heiligen  Remigius  (Nr.  76),  wohl  weil  sich  der  Schreiber
nicht  mehr  entsann,  dass  er  sic  schon  nach  dem  Passional  aufgezeiclmet
  hatte.  Weiter  sind  die  Stücke,  welche  sich  mit  denen
des  ersten  Bandes  decken,  nicht  mehr  berücksichtigt  (Nr.  17 )
71,  74,  80,  89,  92,  94),  und  somit  erstreckt  sich  der  eigentliche ­
  Abgang  gegenüber  C  blos  auf  Nr.  5,  13,  14,  47,  61,  97,
98,  wovon  indess  Nr.  61  und  98  allein  der  Index  dieser  Hs.
aufweist.  Die  fehlenden  Nummern  können  übrigens  in  der  Vorlage ­
  gestanden  haben,  nur  lässt  sich  für  den  Ausfall  nicht  ein
so  einfacher  Erklärungsgrund  beibringen  wie  hinsichtlich  der
übrigen.  Nr.  5  könnte  übersehen  worden  sein  in  Folge  der
Umgebung,  welche  Legenden  bilden,  die  entweder  durch  den
Inhalt  der  Passionalhandsclirift  gedeckt  wurden,  oder  bei  der
eingangs  befolgten  Methode,  kalendarische  Ordnung  einzuhalten,
            
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