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A. v. Ettingshausen.
Weg ist allerdings von demjenigen, welchen man bei der Untersuchung
der Fortpflanzung eines Impulses in einem festen Körper
einzuschlagen hat, wesentlich nicht verschieden; allein daraus kann
gegen die Zulässigkeit einer solchen Betrachtung durchaus kein
haltbarer Einwand erwachsen, so wenig es ungereimt ist, zu sagen,
dass selbst flüssige Körper, sofern sich die Theilchen derselben
nur äusserst wenig von ihrer Gleichgewichtslage entfernen, ganz
die Rolle fester Körper spielen können, wie denn auch tropfbare
Körper, während sie den Schall fortpflanzen, sich in der That
nicht anders verhalten. Der Grund, warum die von Cauehy
früher gebrauchten Gleichungen unzureichend sind, wird also nicht
darin zu suchen sein, dass dieselben sich auf ein System von
einander entfernter und Änderungen der Abstände zulassender
Punkte beziehen.
Bei aller Feinheit der Äthertheilchen wird man sie doch nicht
im Ernste für mathematische Punkte halten können, sondern ihnen
eine gewisse, wenngleich äusserst geringe Ausdehnung zugestehen
müssen. In der Bewegung eines Äthertheilchens wird daher im
Allgemeinen eine fortschreitende und eine drehende Componente
zu unterscheiden sein. So weit wir gegenwärtig die Erscheinungen
des Lichtes kennen, haben wir noch keine Veranlassung,
dieselben auf die drehende Bewegung, welche einem Äthertheilchen
um den Mittelpunkt seiner Masse zukommen mag, zurückzuführen.
Nach den bekannten Gesetzen der Mechanik ist es sonach erlaubt,
alle Kräfte, welche die für die Erscheinungen des Lichtes in Betracht
kommende Bewegung eines Äthertheilchens bestimmen, sich ihren
Richtungen parallel an dem Mittelpunkte der Masse dieses Theilchens
angebracht zu denken, welchen Punkt man desshalb dem
Äthertheilchen substituiren darf, sofern man auch dessen Masse auf
diesen Punkt überträgt. Hierin allein liegt der wahre Sinn des
Vorganges, die Äthertheilchen als materielle Punkte zu betrachten.
Die Kraft, womit zwei Äthertheilchen auf einander einwirken,
mag man immerhin als eine Function ihrer Distanz gelten lassen,
doch ist es nicht schwieriger, die allgemeine Voraussetzung, dass
diese Kraft überhaupt von der Lage eines Äthertheilchens gegen das
andere abhänge, in Rechnung zu nehmen.
Der Einfluss der Kö'rpcrtheilchen auf die Bewegung der Äthertheilchen
darf bei der Aufstellung der Grundgleichungen dieser