Differential-Gleichungen der Lichtschwingungen.
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liender oder abstossender materieller Punkte, stattfindenden Bewegungen
die Gesetze der Fortpflanzung des Lichtes in Bergkrystall und in
den die Polarisations-Ebene drehenden Flüssigkeiten nicht in sich
enthalten, ja vielmehr mit denselben in offenem Widerspruche stehen,
in eben dieser Note gibt Mac Cullagh zu erkennen, dass es ihm,
aller Bemühungen ungeachtet, nicht gelungen sei, seine Differential-Gleichungen
auf irgend eine Weise mit den Principien der Mechanik
in Zusammenhang zu bringen. Da die allgemeinsten Gleichungen
Cauchy’s die Erscheinungen des Lichtes nicht vollständig nachw$isen,
so schliesst Mac Cullagh — und zwar mit Becht — dass die
Voraussetzung einander anziehender oder abstossender materieller
Punkte zur Erklärung der Fortpflanzung des Lichtes nicht hinreicht.
Er meint, Cauchy's Rechnungen passen nur auf feste elastische Körper,
und würden fälschlich auf das Lichtmedium oder den sogenannten
Äther übertragen. Schon Fresnel habe den Äther immer nur als
eine Flüssigkeit betrachtet, und P o i s s o n behaupte, dass er als solche
betrachtet werden müsse, und schreibe seine scheinbaren Eigentlnimlichkeiten
der ungeheuren Raschheit der Vibrationen zu, was zur Folge
hat, dass das Gesetz der Gleichheit des Druckes während der Bewegung
nicht Stich halten könne. Nach Mac Cullagh’s Äusserung
wäre der Äther als eine Substanz eigener Art zu betrachten, welche
sich von allen wägbaren Stoffen, den festen wie den flüssigen, durch
die Unfähigkeit die Dichtigkeit zu ändern, unterscheidet, wesshalb
sich darin bloss transversale Schwingungen fortzupflanzen vermögen.
Cauchy hat in seinen vielfachen von 1830 bis 1842 über
die Undulationstheorie des Lichtes bekannt gemachten Arbeiten
nirgends die von ihm gebrauchten Differential-Gleichungen auf die
Erscheinungen des Bergkrystalls oder der die Polarisations-Ebene
drehenden Flüssigkeiten wirklich angewendet; doch scheint dieser
Gelehrte, wie aus Äusserungen desselben, namentlich aus dem
Schlüsse des ersten im Jahre 1836 geschriebenen und in den Coinptes
rendus abgedruckten Briefes an Ampere erhellet, der Meinung
gewesen zu sein, dass die Bewegung des Lichtes in jenen Stoffen
ebenfalls unter der Herrschaft der Gesetze stehen müsse, welche
aus seinen Gleichungen folgen, wofern nur die Glieder ungerader
Ordnung beibehalten werden, die bei der gewöhnlichen symmetrischen
Anordnung der Äthertheilchen hinwegfallen. Indessen
genügt schon, was Mac Cullagh am Eingänge der vorerwähnten