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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Unger.  Landschaftliche  Darstellung  vorweltlicher  Perioden.

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gegeben,  die  so  zweckmässig  gewählt  sind,  dass  der  eine  die  Verhältnisse ­
  der  secundären  Gesteine  unter  einander,  ein  zweiter  die  der
secundären  und  der  tertiären,  der  dritte  die  Verhältnisse  der  tertiären ­
  Schichten  unter  einander  deutlich  hervorhebt.
In  Bezug  auf  die  Auflagerung  des  Kalksteines  auf  den  Wiener
Sandstein  wollte  Bergrath  Haidinger  noch  bemerken,  dass  diejenigen ­
  Beobachtungen,  auf  welche  er  seihst  die  Folge'  der  Gesteinfarben
in  seiner  tabellarischen  Aufzählung  auf  der  geognostischen  Übersichtskarte ­
  der  österreichischen  Monarchie  gegründet,  vollkommen
mit  denen  des  Herrn  Czjzek  ühereinstimmen,  und  in  dieser  Übereinstimmung ­
  eine  werthvolle  Bestätigung  finden.
Es  verdient  besonders  hervorgehoben  zu  werden,  dass  auf  der
gegenwärtigen  Karte  des  Herrn  Czjzek  der  erste  Versuch  gemacht
ist,  die  einzelnen  Schichten  der  Tertiär-,  Diluvial-  und  Alluvial-Gebilde
  für  die  Umgebung  von  Wien  nachzuweisen.  Nur  die  Leithakalkvorkommen ­
  sind  von  den  übrigen  Tertiärgebilden  in  Herrn
Partsch’s  Karte  getrennt,  was  bei  dem  viel  kleineren  Massstabe
1  Zoll  auf  1  */*  Meile  oder  6000  Klaftern,  und  der  ungemeinen  Ausdehnung ­
  dieser  letzteren  nicht  anders  thunlich  war.
Durch  diese  speciellen  Untersuchungen  der  Natur  des  Bodens
in  den  verschiedenen  Tertiär-,  Diluvial-  und  Alluvial-Schicliten  hat
aber  Herr  Czjzek  die  Anwendbarkeit  seiner  Arbeit  ungemein  vermehrt,
indem  sich  ja  auf  sie  die  Benützung  derselben  in  landwirtschaftlicher ­
  Beziehung  gründet.  Dazu  ist  aber  auch  ein  so  sehr  in  das  Einzelne
gehender  Massstab  unerlässlich.  Die  Karte  bildet  das  erste  Glied  für
viele  Arbeiten,  die  später  sich  über  gleich  kennenswerthe  einzelne
Gegenden  verbreiten  werden,  so  wie  das  geologische  Studium  des
Landes  selbst  genauer  und  allgemeiner  verbreitet  wird.
Bergrath  Haidinger  schloss  mit  der  Bemerkung,  dass  es  ihm
als  Zeichen  des  Zutrauens  von  Seite  des  verdienten  Verfassers  ungemein ­
  schätzbar  gewesen  sei,  dieses  schöne  Werk  der  hochverehrten
mathematisch-naturwissenschaftlichen  Classe  vorlegen  zu  können.

Herr  Custos  Parts  ch  legt  im  Namen  des  wirklichen  Mitgliedes
der  Classe,  Professors  Unger  in  Gratz,  „Landschaftliche  Darstellung ­
  vorweltlicher  Perioden,”  mit  vorzüglicher  Berücksichtigung  der
            
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