der Gebirgsarten.
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von oben nieder und von unten hinauf gleichförmig in die Gesteine
eingepresst wird. Hier ist wohl der geologische Ort für die
Erzeugung solcher Verbindungen, in welchen nach Scheerer drei
Atome Wasser ein Atom Talkerde in fester chemischer Verbindung
zu ersetzen im Stande sind, hier der Ort für die Spannung gewisser
Quellen, endlich so mancher wässeriger Eruptionen.
Die Verbindung durch die Gebirgsfeuchtigkeit geschieht ohne
Zweifel auf den Sandlagern, die sich zwischen Thonschichten finden.
Letztere verhärten zu Mergel, zu Schieferthon, auf ersteren bewegt
sich das Ausgeschiedene, von dem insbesondere die aufgelöste Kieselerde
sich mit dem Sande verbindet, und so nach und nach die festen
Sandsteine hervorbringt.
Das Studium der Gesteine theilt sich in das der Verhältnisse
ihrer ursprünglichen Ablagerung und in das der Veränderungen,
welche sie seitdem erlitten haben, oder ihre Metamorphose.
Das erste, nach Lyelfscliem Princip der Zurückführung auf
bekannte Verhältnisse erscheint in 3 Abtheilungen f ) :
1. Aus dem flüssigen Zustande fest geworden, und ursprünglich
geschmolzen.
2. Aus einem Gemenge mit Wasser abgesetzt, oder im eigentlichen
Sinne des Wortes sedimentär.
3. Durch organische Processe gebildet, oder ursprünglich
Reste des Pflanzen- und Thierreiches.
Die aus feurigem Flusse abgekühlten Massen sind wieder entweder
glasig oder steinig. Sie enthalten Bruchstücke anderer
Gesteine, Blasenräume, Krystalle; letzteres ist schon Metamorphose.
Sedimente aus Wasser sind die Tufe, Breccien, Conglomerate,
Schutt, Geschiebe, Schotterbänke, Sand, Schlamm; letzterer kiesel-
oderthon-, oder kalkartig. Die chemischen Kalkniederschläge
reihen sich den letzteren an. Analog den-Sedimenten aus Wasser
werden die aus der Atmosphäre betrachtet. Die Meteoriten gehen durch
ihren oft hochkrystallinischen Zustand den Beweis langer Ruhe und
selbstständiger Entwickelung durch Krystall - Metamorphose. Durch
organische Kräfte gebildet geben Torf-, Treibholz, Humus-, nach
Forchhammer Fucus-Ablagerungen Veranlassung zur Bildung der
*) Vergl. W. Ilaidinger’s Handbuch der bestimmenden Mineralogie S. 3 15.