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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

der  Gebirgsarten.

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von  oben  nieder  und  von  unten  hinauf  gleichförmig  in  die  Gesteine
eingepresst  wird.  Hier  ist  wohl  der  geologische  Ort  für  die
Erzeugung  solcher  Verbindungen,  in  welchen  nach  Scheerer  drei
Atome  Wasser  ein  Atom  Talkerde  in  fester  chemischer  Verbindung
zu  ersetzen  im  Stande  sind,  hier  der  Ort  für  die  Spannung  gewisser
Quellen,  endlich  so  mancher  wässeriger  Eruptionen.
Die  Verbindung  durch  die  Gebirgsfeuchtigkeit  geschieht  ohne
Zweifel  auf  den  Sandlagern,  die  sich  zwischen  Thonschichten  finden.
Letztere  verhärten  zu  Mergel,  zu  Schieferthon,  auf  ersteren  bewegt
sich  das  Ausgeschiedene,  von  dem  insbesondere  die  aufgelöste  Kieselerde ­
  sich  mit  dem  Sande  verbindet,  und  so  nach  und  nach  die  festen
Sandsteine  hervorbringt.
Das  Studium  der  Gesteine  theilt  sich  in  das  der  Verhältnisse
ihrer  ursprünglichen  Ablagerung  und  in  das  der  Veränderungen, ­
  welche  sie  seitdem  erlitten  haben,  oder  ihre  Metamorphose. ­

Das  erste,  nach  Lyelfscliem  Princip  der  Zurückführung  auf
bekannte  Verhältnisse  erscheint  in  3  Abtheilungen  f )  :
1.  Aus  dem  flüssigen  Zustande  fest  geworden,  und  ursprünglich ­
  geschmolzen.
2.  Aus  einem  Gemenge  mit  Wasser  abgesetzt,  oder  im  eigentlichen ­
  Sinne  des  Wortes  sedimentär.
3.  Durch  organische  Processe  gebildet,  oder  ursprünglich
Reste  des  Pflanzen-  und  Thierreiches.
Die  aus  feurigem  Flusse  abgekühlten  Massen  sind  wieder  entweder ­
  glasig  oder  steinig.  Sie  enthalten  Bruchstücke  anderer
Gesteine,  Blasenräume,  Krystalle;  letzteres  ist  schon  Metamorphose.
Sedimente  aus  Wasser  sind  die  Tufe,  Breccien,  Conglomerate,
Schutt,  Geschiebe,  Schotterbänke,  Sand,  Schlamm;  letzterer  kiesel-
  oderthon-,  oder  kalkartig.  Die  chemischen  Kalkniederschläge
reihen  sich  den  letzteren  an.  Analog  den-Sedimenten  aus  Wasser
werden  die  aus  der  Atmosphäre  betrachtet.  Die  Meteoriten  gehen  durch
ihren  oft  hochkrystallinischen  Zustand  den  Beweis  langer  Ruhe  und
selbstständiger  Entwickelung  durch  Krystall  -  Metamorphose.  Durch
organische  Kräfte  gebildet  geben  Torf-,  Treibholz,  Humus-,  nach
Forchhammer  Fucus-Ablagerungen  Veranlassung  zur  Bildung  der

*)  Vergl.  W.  Ilaidinger’s  Handbuch  der  bestimmenden  Mineralogie  S.  3  15.
            
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