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Haidin g er. Metamorphose
Eisenoxydhydrat, selbst oft in Verbindung mit organischen Säuren,
gebildet. Unter dem Einflüsse von Wasser, Pressung und Ausschluss
der oxydirenden, atmosphärischen Einflüsse bilden sich in den Schichten
anstatt der
folgende Körper:
ursprünglichen,
Eisenoxydhydrat
Organische Reste
Schwefelsäure Salze
Forchhammer hat die schwefelsauren Alkalien in den fucusartigen
Pflanzen der heutigen Meere nachgewiesen. Der Einfluss ähnlicher
organischer Körper auf die Bildung des Schwefelkieses der skandinavischen
Alaunschiefer wird dadurch unzweifelhaft.
Aber diese Veränderung erheischt noch keine bedeutend erhöhte
Temperatur, wenn auch die allmählich steigende günstig auf den
Vorgang einwirken kann. Man trifft immer dabei noch auf keinen
rothen Thon, keinen rothen Schiefer, keinen rothen Sandstein — von
rothen Porphyren oder Graniten nicht zu sprechen. Nur trockenes,
wasserloses Eisenoxyd bringt diese Färbung hervor, und zwar
im oder unter dem Reactionshorizonte für das Eisenoxyd. Dann werden
Eisenoxydhydrat, Eisenoxydulhydrat, Spatheisenstein, Schwefelkies,
je nach den eigenthümlichen Verhältnissen ihres Zusammenvorkommens
mit anderen Mineralien zerlegt, ein Theil des Oxygens
zur Bildung von Eisenoxyd verwendet, ein anderer geht mit Hydrogen
als Wasser fort, oder es bilden sich durch die Verbrennung und
Reduction schweflige Säure, Schwefelwasserstoff und Kohlenwasserstoff.
— Die gleichzeitige Bildung von schwefliger Säure und Schwefelwasserstoff
hat kürzlich B unsen am Hekla sowohl in der Natur
beobachtet, als auch der Erklärung vieler Erscheinungen in dem
vulcanischen Haushalte der Natur zum Grunde gelegt. Man darf
sie wohl in allen Tiefen vor sich gehend annehmen, wo sich die Veränderung
des Zustandes der Gehirgsschichten durch sie erklären lässt.
Der Reactionshorizont für das Eisenoxyd ist die untere Grenze
des Bestehens von Eisenoxydhydrat, und überhaupt so ziemlich die
Grenze für die Wasserhaltigkeit der Gesteine, oder ein Reactionsliorizont
für das Minimum des Wassers. Aber da von oben
nieder der Druck des Wassers immer zunimmt, so muss es zwischen
der Oberfläche und jenem auch einen Reactionshorizont für das
Maximum des Wassers geben, eine Gegend, in der das Wasser