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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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Haidin  g  er.  Metamorphose

Eisenoxydhydrat,  selbst  oft  in  Verbindung  mit  organischen  Säuren,
gebildet.  Unter  dem  Einflüsse  von  Wasser,  Pressung  und  Ausschluss
der  oxydirenden,  atmosphärischen  Einflüsse  bilden  sich  in  den  Schichten ­
  anstatt  der

folgende  Körper:

ursprünglichen,
Eisenoxydhydrat
Organische  Reste

Schwefelsäure  Salze

Forchhammer  hat  die  schwefelsauren  Alkalien  in  den  fucusartigen
Pflanzen  der  heutigen  Meere  nachgewiesen.  Der  Einfluss  ähnlicher
organischer  Körper  auf  die  Bildung  des  Schwefelkieses  der  skandinavischen ­
  Alaunschiefer  wird  dadurch  unzweifelhaft.
Aber  diese  Veränderung  erheischt  noch  keine  bedeutend  erhöhte
Temperatur,  wenn  auch  die  allmählich  steigende  günstig  auf  den
Vorgang  einwirken  kann.  Man  trifft  immer  dabei  noch  auf  keinen
rothen  Thon,  keinen  rothen  Schiefer,  keinen  rothen  Sandstein  —  von
rothen  Porphyren  oder  Graniten  nicht  zu  sprechen.  Nur  trockenes,
wasserloses  Eisenoxyd  bringt  diese  Färbung  hervor,  und  zwar
im  oder  unter  dem  Reactionshorizonte  für  das  Eisenoxyd.  Dann  werden ­
  Eisenoxydhydrat,  Eisenoxydulhydrat,  Spatheisenstein,  Schwefelkies, ­
  je  nach  den  eigenthümlichen  Verhältnissen  ihres  Zusammenvorkommens ­
  mit  anderen  Mineralien  zerlegt,  ein  Theil  des  Oxygens
zur  Bildung  von  Eisenoxyd  verwendet,  ein  anderer  geht  mit  Hydrogen ­
  als  Wasser  fort,  oder  es  bilden  sich  durch  die  Verbrennung  und
Reduction  schweflige  Säure,  Schwefelwasserstoff  und  Kohlenwasserstoff. ­
  —  Die  gleichzeitige  Bildung  von  schwefliger  Säure  und  Schwefelwasserstoff ­
  hat  kürzlich  B  unsen  am  Hekla  sowohl  in  der  Natur
beobachtet,  als  auch  der  Erklärung  vieler  Erscheinungen  in  dem
vulcanischen  Haushalte  der  Natur  zum  Grunde  gelegt.  Man  darf
sie  wohl  in  allen  Tiefen  vor  sich  gehend  annehmen,  wo  sich  die  Veränderung ­
  des  Zustandes  der  Gehirgsschichten  durch  sie  erklären  lässt.
Der  Reactionshorizont  für  das  Eisenoxyd  ist  die  untere  Grenze
des  Bestehens  von  Eisenoxydhydrat,  und  überhaupt  so  ziemlich  die
Grenze  für  die  Wasserhaltigkeit  der  Gesteine,  oder  ein  Reactionsliorizont
  für  das  Minimum  des  Wassers.  Aber  da  von  oben
nieder  der  Druck  des  Wassers  immer  zunimmt,  so  muss  es  zwischen
der  Oberfläche  und  jenem  auch  einen  Reactionshorizont  für  das
Maximum  des  Wassers  geben,  eine  Gegend,  in  der  das  Wasser
            
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