der Gehirgsarten.
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2. Nebst der bisher gebräuchlichen Darstellung der in der
Krystall-Pseudomorphose stattfindenden chemischen Unterschiede,
noch die Theorie des Vorganges hei dieser Veränderung durch ein
genügendes chemisches Agens.
3. Beziehung des letzteren Vorganges auf die metamorpliosirte
Gebirgsart.
4. Erläuterung durch einen Versuch, wo es möglich ist.
Das Wort Metamorphose bedarf hier weniger einer Definition,
als die verschiedenen Ausdrücke, welche innerhalb derselben
gebraucht wurden. Unmittelbar auf den chemischen Act des Vorganges,
oh dieser in oxydirender oder reducirender, elektronegativer
oder elektropositiver Richtung vorgehe, den Veränderungen am
Zinkpole, der Anode, oder am Kupferpole, der Kathode entsprechend,
beziehen sich die von Haidinger vorgeschlagenen Ausdrücke
anogen und katogen !). Sie bezeichnen zugleich die geologische
Stellung des in der Veränderung begriffenen Krystalles, ob
dieser mit sammt der umgebenden Masse hinaufgehoben oder hinabgedrückt
sei. Herrn von H um h o 1 dt’s Ausdrücke: endogen und
exogen 3 ) geben den Gegensatz der eruptiven, und der sedimentär
gebildeten Gesteine. Sie beziehen sich auf diejenige Periode in der
Bildung der Gebirgsarten, von welcher an erst die Änogenie oder
Katogenie beginnt. Lyell’s Ausdruck: hypogen stimmt mehr mit
dem von H umb oldt’schen endogen überein , doch in ausgedehnterem
Sinne, indem er auch das Metamorphische begreift.
Der Vorgang bei der Bildung von Krystall-Pseudomorphosen
muss dem hei der Metamorphose als Vergleichung dienen. Er setzt
einen Strom von solcher Beschaffenheit voraus, dass er gerade die
Erscheinung erklärt.
Dies führt auf die nähere Betrachtung der überall vorhandenen
Gebirgs feuchtigkeit, welche alle Gesteine durchdringt. Es
werden sowohl die wässerigen Auflösungen unter diesem Abschnitte
betrachtet, als auch diejenigen Flüssigkeiten, welche durch beginnende
oder noch vorhandene Erweichung und Schmelzung der
wasserlosen Mineralspecies selbst entstehen.
J ) Abhandlungen der k. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften V. Folge, Bd. 3,
3 ) Kosmos I. p. 475,