Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

der  Gehirgsarten.

53

2.  Nebst  der  bisher  gebräuchlichen  Darstellung  der  in  der
Krystall-Pseudomorphose  stattfindenden  chemischen  Unterschiede,
noch  die  Theorie  des  Vorganges  hei  dieser  Veränderung  durch  ein
genügendes  chemisches  Agens.
3.  Beziehung  des  letzteren  Vorganges  auf  die  metamorpliosirte
Gebirgsart.
4.  Erläuterung  durch  einen  Versuch,  wo  es  möglich  ist.
Das  Wort  Metamorphose  bedarf  hier  weniger  einer  Definition, ­
  als  die  verschiedenen  Ausdrücke,  welche  innerhalb  derselben
gebraucht  wurden.  Unmittelbar  auf  den  chemischen  Act  des  Vorganges, ­
  oh  dieser  in  oxydirender  oder  reducirender,  elektronegativer
  oder  elektropositiver  Richtung  vorgehe,  den  Veränderungen  am
Zinkpole,  der  Anode,  oder  am  Kupferpole,  der  Kathode  entsprechend,
beziehen  sich  die  von  Haidinger  vorgeschlagenen  Ausdrücke
anogen  und  katogen  !).  Sie  bezeichnen  zugleich  die  geologische ­
  Stellung  des  in  der  Veränderung  begriffenen  Krystalles,  ob
dieser  mit  sammt  der  umgebenden  Masse  hinaufgehoben  oder  hinabgedrückt ­
  sei.  Herrn  von  H  um  h  o  1  dt’s  Ausdrücke:  endogen  und
exogen  3 )  geben  den  Gegensatz  der  eruptiven,  und  der  sedimentär
gebildeten  Gesteine.  Sie  beziehen  sich  auf  diejenige  Periode  in  der
Bildung  der  Gebirgsarten,  von  welcher  an  erst  die  Änogenie  oder
Katogenie  beginnt.  Lyell’s  Ausdruck:  hypogen  stimmt  mehr  mit
dem  von  H  umb  oldt’schen  endogen  überein  ,  doch  in  ausgedehnterem ­
  Sinne,  indem  er  auch  das  Metamorphische  begreift.
Der  Vorgang  bei  der  Bildung  von  Krystall-Pseudomorphosen
muss  dem  hei  der  Metamorphose  als  Vergleichung  dienen.  Er  setzt
einen  Strom  von  solcher  Beschaffenheit  voraus,  dass  er  gerade  die
Erscheinung  erklärt.
Dies  führt  auf  die  nähere  Betrachtung  der  überall  vorhandenen
Gebirgs  feuchtigkeit,  welche  alle  Gesteine  durchdringt.  Es
werden  sowohl  die  wässerigen  Auflösungen  unter  diesem  Abschnitte
betrachtet,  als  auch  diejenigen  Flüssigkeiten,  welche  durch  beginnende ­
  oder  noch  vorhandene  Erweichung  und  Schmelzung  der
wasserlosen  Mineralspecies  selbst  entstehen.

J )  Abhandlungen  der  k.  böhm.  Gesellschaft  der  Wissenschaften  V.  Folge,  Bd.  3,
3 )  Kosmos  I.  p.  475,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.