II es 1 h u b e r. Beobachtungen während des Nordlichtes.
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lichter am 18. October und 17. November 1848 nachstehende Mittheilung
eingesendet:
I. Beobachtungen während des Polarlichtes am 18.
Oct. 1848 auf der Sternwarte zu Krernsmünster.
Da ich schon eine geraume Reihe von Jahren mich mit dem
Studium der Naturwissenschaften beschäftige, so war es schon
lange mein sehnlichster Wunsch, einmal ein Nordlicht in vollständiger
Entwickelung zu sehen. Unerwartet wurde dieser mein Wunsch
am 18. October Abends erfüllt. Schon am Nachmittage des 18. zeigten
die Gaussuchen Magnetometer einen ungewöhnlichen Stand
und eine auffallende Bewegung, welches auf besondere magnetische
Vorgänge schliessen liess. Abends war der Himmel bis gegen 8 Uhr
15 Min. mittl. Zeit vollkommen trüb; nun zertheilten sich in der
Richtung gegen Nord die Wolken, und durch einen langen schmalen
Wolkenriss zeigte sich der nördliche Himmel hellroth, wie von einem
grossen Brande erleuchtet; die Magnete waren in grosser Aufregung;
der Schluss auf ein Nordlicht konnte daher nicht zweifelhaft sein.
Ich liess sogleich die beiden Magnetometer unausgesetzt bis 10 Uhr
beobachten; um 10 Uhr begann olmedicss der magnetische Monatstermin,
wo die Stände der Magnete durch 24 Stunden ununterbrochen
aufgezeichnet werden.
Ich gebe in Folgendem die Beobachlungen, welche während
dieser interessanten Erscheinung theils mit freiem Auge über deren
Ansehen, theils an den Magnetometern und über die atmosphärischen
Zustände, die das Phänomen begleiteten, gemacht wurden.
Das feurige Roth, in welchem das Nordlicht nach Zertheilung
der Wolken (8'‘ 15' mittl. Zeit) zuerst auftrat, verlor sich gegen 8 h
30'; dieselbe Gegend des Himmels erscheint nun in grosser Ausdehnung
hell weissgelb, bis über den Pol hinauf erleuchtet; tief
am Horizonte ist die Beleuchtung grauschwarz, jedoch so, dass man
die helleren Sterne durchscheinen sieht. So blieb der Anblick, mit
geringer Abnahme der Helligkeit, bis gegen 10 Uhr.
Es schien mir, obgleich der theilweise oft stark trübe Himmel
dieses nicht mit voller Bestimmtheit behaupten lässt, dass die eigentliche
Mitte des Nordlichtes vom Anfänge des Erscheinens an bis gegen
9’ 1 30' langsam aus NW. (etwa 50 Grade von West gegen Nord
gezählt) gegen Nord vorrückte, dann aber den Platz am magnetischen
Pole unverändert behauptete. Der stets wechselnde Zustand der