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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

anatomischen  Sammlungen,  Schriften  etc.

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münden.  So  verhält  sieh  die  Sache  wenigstens  bei  Labrctx,  Mullas,
Corvina,  Trachypterus,  Scomber,  Alosa,  und  allen  yon  mir  untersuchten ­
  einheimischen  Flussfischen.
Ich  halte  diese  wenigen  Punkte  angeführt,  um  einen  Massstab
zu  geben,  nach  welchem  der  Umfang  der  verlorenen  Arbeiten  beurtheilt
  werden  möge,  und  will  zum  Schluss  nur  noch  einiger  Gegenstände ­
  erwähnen,  welche  den  zur  gelegentlichen  Publication  bestimmten ­
  Vorrath  meines  Zeichnungen-Portefeuilles  bildeten,  dessen
Inhalt  durch  das  Zusammenwirken  yon  drei  in  meinem  Laboratorium
beschäftigten  Künstlern  eine  reiche  Ueberschan  vereinzelter,  neuer
anatomischer  Beobachtungen  darbot.
1.  Aus  der  menschlichen  Anatomie:
«)  Die  Geflechte,  welche  die  Aeste  des  Nervus  acusticus,
während  ihres  Durchtrittes  durch  die  Mactdae  cribrosae  des  Labyrinthes ­
  bilden.  Sie  sind  ein  Prärogativ  des  menschlichen  Gehörorgans, ­
  fehlen  selbst  den  Simiis  anthropomorphis,  und  kommen  nur
an  den  Vorsaalsnerven,  nicht  an  jenen  der  Schnecke  vor.  Giesst
man  in  den  inneren  Gehörgang  eines  rein  macerirten  Felsenbeins,
welches  über  einer  Weingeistlampe  erhitzt  wird,  geschmolzenes
Wachs,  so  saugt  sich  dieses  durch  Capillarität  in  die  äusserst  feinen
OefTnungen  der  Maculae  cribrosae  ein,  und  wird  hierauf  der  Knochen
in  Salzsäure  corrodirt,  so  bleibt  der  Abguss  jener  vielfach  verzweigten ­
  und  unter  einander  anastomosirenden  Röhrchen  zurück,
welche  an  den  OefTnungen  der  Maculae  beginnen,  die  genannten
Geflechte  des  Gehörnerven  einscldiessen,  und  nach  kurzem  Verlaufe
in  der  Höhle  des  Vorsaales  münden.
ft)  Eine  neue  Bursa  mucosa  an  der  menschlichen  Wange,  zwischen ­
  dem  Maxillarursprung  der  Fascia  bucco-pharyngea  und  der
inneren  Fläche  des  Unterkieferastes.
c)  Eine  ältere,  in  Prag  gesammelte  Suite  von  Varietäten  der
von  mir  entdeckten  Musculi  pleuro-  und  broncho-oesophagei  des
Menschen,  worunter  Eine  besonders  merkwürdig,  indem  der  schmale
Muscnlus  pleuro-oesophageus  den  Ductus  thoracicus  durchbohrte
(durch  ein  Öhr  desselben  durchgefädelt  war),
d)  Eine  Anzahl  gleichfalls  älterer,  chirurgisch  wichtiger  Anomalien ­
  der  grösseren  Schlagadern,  worunter  eine  Vertretung  der
Cruralis  durch  die  Ischiadica,  —  eine  aus  der  Art.  tarsea  entspringende ­
  und  zurücklaufende  Tibialis  antica,  —  eine  Cruralis  dextra
            
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