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Hy r 11. Über den Verlust seiner
Harnblase vor, wenn die Leber in der Mittellinie liegt, oder beide
Lappen derselben gleich gross sind. — Elliptische Bulbi und spindelförmige
Erweiterungen linden sich in der rechten Nierenvene bei
Cobitis, Silurus und Sphyrena picuda; — bei Aspro Zingel
bildet jeder aus der linken in die rechte Niere übertretende Venenzweig
auf der unteren Fläche der Wirbelsäule einen sphärischen
Bulbus. Ob diese Bulbi Contractilität besitzen, hatte ich nicht
untersucht.
e) Der lange bestehende Streit über die Existenz eines Nierenpfortadersystems
bei den Fischen wurde dahin entschieden, dass das
Vorkommen eines zuführenden Nierenvenensystems keine allgemeine
gültige Begel ist, wie bei den Amphibien. Ich erinnere mich mit
Bestimmtheit, dass bei den Gattungen Clinns, Trigla, Prionotes,
Mugil, Carcinx, Lophius, Coitus und Tetrodon die Caudalvene,
nach ihrem Austritte aus dem Canale der unteren Wirbelbogen, zur
Vena renalis advehens wird, während sie sich bei Eckeneis, Ammodytes
und Scomber ohne Unterbrechung in die rechte Nierenvene
fortsetzt, oder wie bei Acipenser und Conger in der Medianlinie
zwischen beiden Nieren gegen das Herz fortlauft. Ausser der Caudalis
sind noch die Wirbel-, Bauchwand- und Rückenmuskelvenen
häufig als Renales advehentes verwendet, was besonders bei den
Plagiostomen, und unter diesen in sehr hervorragender Weise bei
iSquatina angelus der Fall ist. Bei Lophius und Batrachus
besitzt die Niere für die ein-und austretenden Venen besondere Hili.
Der für die eintretenden Venen bestimmte liegt auf der Rückenseite
der Niere, und empfängt auch die Vena subclavia als Renalis advehens.
— Noch muss ich erwähnen, dass die von mehreren Autoren
im Rückgratscanal der Fische, über der Medulla liegend angegebene
Vene ein Lymphgefäss ist, welches mit dem äusserst reich entwickelten
absorbirenden Gefäss-Systeme der Rückenflossen im Zusammenhänge
steht, und dass jeder Flossenstrahl eine hohle Röhre
ist, in welcher ein Lymphgefäss liegt, welches am Gelenke des
Flossenstrahls mit seinem Träger eine herzähnliche Erweiterung
bildet. Das Lymphgefäss der Rückgratshöhle theilt sich am ersten
Wirbel gabelförmig in zwei Schenkel, welche sich an die untere
Fläche der Hirnschale begeben, dort mit den grossen Lymphräumen,
welche den hinteren Umfang des Augapfels umhüllen, Zusammenhängen
, und zuletzt in ein Diverticulum der oberen Jugularvene ein-