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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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Hy  r  11.  Über  den  Verlust  seiner

Harnblase  vor,  wenn  die  Leber  in  der  Mittellinie  liegt,  oder  beide
Lappen  derselben  gleich  gross  sind.  —  Elliptische  Bulbi  und  spindelförmige ­
  Erweiterungen  linden  sich  in  der  rechten  Nierenvene  bei
Cobitis,  Silurus  und  Sphyrena  picuda;  —  bei  Aspro  Zingel
bildet  jeder  aus  der  linken  in  die  rechte  Niere  übertretende  Venenzweig ­
  auf  der  unteren  Fläche  der  Wirbelsäule  einen  sphärischen
Bulbus.  Ob  diese  Bulbi  Contractilität  besitzen,  hatte  ich  nicht
untersucht.
e)  Der  lange  bestehende  Streit  über  die  Existenz  eines  Nierenpfortadersystems ­
  bei  den  Fischen  wurde  dahin  entschieden,  dass  das
Vorkommen  eines  zuführenden  Nierenvenensystems  keine  allgemeine
gültige  Begel  ist,  wie  bei  den  Amphibien.  Ich  erinnere  mich  mit
Bestimmtheit,  dass  bei  den  Gattungen  Clinns,  Trigla,  Prionotes,
Mugil,  Carcinx,  Lophius,  Coitus  und  Tetrodon  die  Caudalvene,
nach  ihrem  Austritte  aus  dem  Canale  der  unteren  Wirbelbogen,  zur
Vena  renalis  advehens  wird,  während  sie  sich  bei  Eckeneis,  Ammodytes
  und  Scomber  ohne  Unterbrechung  in  die  rechte  Nierenvene
fortsetzt,  oder  wie  bei  Acipenser  und  Conger  in  der  Medianlinie
zwischen  beiden  Nieren  gegen  das  Herz  fortlauft.  Ausser  der  Caudalis
  sind  noch  die  Wirbel-,  Bauchwand-  und  Rückenmuskelvenen
häufig  als  Renales  advehentes  verwendet,  was  besonders  bei  den
Plagiostomen,  und  unter  diesen  in  sehr  hervorragender  Weise  bei
iSquatina  angelus  der  Fall  ist.  Bei  Lophius  und  Batrachus
besitzt  die  Niere  für  die  ein-und  austretenden  Venen  besondere  Hili.
Der  für  die  eintretenden  Venen  bestimmte  liegt  auf  der  Rückenseite
der  Niere,  und  empfängt  auch  die  Vena  subclavia  als  Renalis  advehens. ­
  —  Noch  muss  ich  erwähnen,  dass  die  von  mehreren  Autoren
im  Rückgratscanal  der  Fische,  über  der  Medulla  liegend  angegebene
Vene  ein  Lymphgefäss  ist,  welches  mit  dem  äusserst  reich  entwickelten ­
  absorbirenden  Gefäss-Systeme  der  Rückenflossen  im  Zusammenhänge ­
  steht,  und  dass  jeder  Flossenstrahl  eine  hohle  Röhre
ist,  in  welcher  ein  Lymphgefäss  liegt,  welches  am  Gelenke  des
Flossenstrahls  mit  seinem  Träger  eine  herzähnliche  Erweiterung
bildet.  Das  Lymphgefäss  der  Rückgratshöhle  theilt  sich  am  ersten
Wirbel  gabelförmig  in  zwei  Schenkel,  welche  sich  an  die  untere
Fläche  der  Hirnschale  begeben,  dort  mit  den  grossen  Lymphräumen,
welche  den  hinteren  Umfang  des  Augapfels  umhüllen,  Zusammenhängen ­
  ,  und  zuletzt  in  ein  Diverticulum  der  oberen  Jugularvene  ein-
            
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