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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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II  y  rt  1.  Über  den  Verlust  seiner

nehmen,  und  war  so  glücklich  eine  reiche  Sammlung  injicirter  Fische
zu  Stande  zu  bringen,  welche,  Gott  sei  Dank,  dem  traurigen  Schicksale ­
  meiner  übrigen  Präparate  entging,  indem  der  Anatomie-Diener,
an  welchen  ich  die  Sendung  von  Italien  aus  adressirte,  die  Kisten  im
Keller  aufbewahrte,  wo  sie  während  der  Octobertage  vergessen  und
somit  gerettet  waren.
Ich  entsintfe  mich  auf  folgende  wichtigere  Resultate  meiner
Arbeit:
a)  Die  Zahl  der  Herzvenen  der  Fische  schwankt  zwischen  3  und
5.  Sie  entleeren  sich,  mit  Ausnahme  einer,  in  dieAuricula,  dicht
am  Ostium  atrio-ventricularc.  Die  nicht  in  dieAuricula  tretende  Herzvene ­
  macht  einen  langen  Umweg,  indem  sie  am  rechten  Rande  des
Herzens  und  seines  Bulbus  nach  vorn  zum  Kiemengerüste  geht,  und
sich  entweder  in  eine  untere  Bronchialvene,  oder  in  einen  Zweig  der
gleich  näher  zu  bezeichnenden  Vena  jugularis  inferior  entleert.  Beim
Hecht  senkt  sie  sich  in  einen  niedlichen  Plexus  venosus  ein,  welcher
die  Austrittsstelle  des  Bulbus  aus  dem  Herzbeutel  umgibt.
b)  An  der  Kehl-  und  Unterkiefergegend  aller  Fische  findet  sich
ein  bisher  gänzlich  übersehener  Abschnitt  des  Venensystems,  welchen
ich  als  das  System  der  Vena  jugularis  inferior  bezeichne.  Es  sammelt
seine  ersten  Zweige  aus  der  Umgebung  der  Maxilla,  nimmt  Aeste  vom
Zungenbeinbogen  auf,  und  betritt  als  einfacher  oder  doppelter  Stamm
einen  Canal  an  den  unteren  Schlussknochen  der  Kiemenbogen,  wo
es  bei  den  Fischen  mit  langer  Kehle  zu  einem  mächtigen  Sinus  sich
erweitert,  welcher  definitiv  so  viele  untere  Bronchialvenen  sammelt,
als  Kiemenbogen  existiren,  und  dann  in  zwei  Schenkel  di  vergibt,
welche  zwischen  Herzbeutel  und  Schlund  nach  hinten  ziehen,  und
in  den  vorderen  Rand  des  Sinus  pericardiaco-phrenicus  einmünden.
Die  beiden  Schenkel  sind  nur  selten  gleich  gross  (Odonlogncithus
aculeatus),  häufig  ist  der  rechte  ungleich  weiter  als  der  linke  (Truchinus,
  Lepidoleprus  ,  Antliius,  CjentriscusJ,  welcher  zuweilen
vollkommen  fehlt  (Anabas  scandens,  Mesoprion  chrysurus,  Caranx
  xanthurus).  In  sehr  seltenen  Fällen  ist  das  System  der  unteren ­
  Jugularis  durch  einen  einfachen  symmetrisch  in  der  Medianlinie
der  oberen  Herzbeutelwand  verlaufenden  Stamm  repräsentirt  (wie
bei  Myletes  Hasselquistii  und  Batistes  tomentosus).  In  den  sinusartigen ­
  Erweiterungen  dieses  Systems  bei  Esox  lucius  habe  icb
zuweilen  Helminthen  aus  der  Ordnung  der  Filarien  angetroffen,
            
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