anatomischen Sammlungen, Schriften etc.
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gelungen, ein Injectionsverfahren auszuraitteln, welches eine vollständige
Füllung des Venensystems ermöglicht, und nur dem einzigen
Uebelstande unterliegt, dass es hei lebendigem Leibe des Fisches
vorgenommen werden muss, somit für Weingeist-Exemplare nicht
anwendbar ist. Es besteht, in Kürze, in Folgendem: Die Unterleibshöhle
des Fisches wird bis zum Jugulum geöffnet, die Durchgangsstelle
einer grösseren Lebervene durch das Diaphragma blossgelegt,
die Vene geöffnet, und ein in eine feine Spitze ausgezogenes Glasröhrchen
durch sie in den, von mir als Sinus pericardiaco-phrenicus
bezeichneten Sammelbehälter aller Körpervenen eingeführt. Das in
ihm enthaltene Blut wird mittelst dieses Röhrchens ausgesaugt, und
da der Sinus sich mit jeder Diastole neuerdings füllt, durch fortgesetztes
Saugen das ganze Venensystem so ziemlich von Blut
gereinigt. Hierauf wird in der Kreisfurche zwischen Herzkammer
und Bulbus eine Ligatur angelegt, und mittelst eines anderen Glasröhrchens
, welches mit flüssiger und kalter Injectionsmasse gefüllt
ist, letzterein den Sinus, und von da aus in alle mit ihm zusammenhängenden
Blutadern eingeblasen, Avobei ein auf die turgescirende
Auricula methodisch angebrachter Fingerdruck das Eindringen des
Injectionsstoflfeshis in die letzten Venen-Ramificationen in den Flossen
Avesentlich fördert. Die von mir angeAvendete Injectionsmasse besteht
aus Gutta percha in ScliAvefelöl aufgelöst, und mit gleichen Theilen
warm gepressten Leinöls und einem färbenden Bleipräparate zusammengerieben.
Diese. Blasse bleibt mehrere Tage lang flüssig, und
geAvinnt allmählich, Avährend der Fisch in Weingeist gelegt Avird,
eine pflasterähnliche, halbweiche Consistenz, Avelche die Präparation
der injicirten Gefässe viel mehr erleichtert, als die in sehr kurzer
Zeit spröde und brüchig Averdenden Mischungen von Terpentin und
Leinöl, welche übrigens für andere ZAvecke mit Yortlieil gebraucht
Averden können.
Ich hatte alle Fisch-Genera der Donau und der österreichischen
Gebirgs-Seen auf diese Weise ausgearbeitet , und die Resultate der
Untersuchung in meiner Pblebographia piscium in lateinischer
Sprache niedergelegt. 8 Tafeln, von Dr. E1 finger’ s Meisterhand
gezeichnet, enthielten die Abbildungen des Systems bei Esox lucius,
Abramis brama, Lucioperca sandra und Silvrus glanis. Im
Monate Juni unternahm ich eine Reise an die istrischen Küsten, um
auch die Fauna der See in das Bereich der Untersuchung aufzu-