H y i' 11. Übei den Verlust seiner
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organs übernehme. Da diese Papille bei beiden Geschlechtern
vorkommt, so erschien mir diese Angabe von vornherein verdächtig.
Ich habe dagegen durch die Untersuchung mehrerer Species dieser
Gattung bewiesen, dass diese penisartige Papille der erste verkümmerte
und knorpelig bleibende Flossenstrahl der Afterflosse ist,
welcher sich von seinen Nachfolgern isolirt, aber noch immer durch
dieselben Muskeln bewegt wird. — Unter der Haut der Aftergegend
versteckte epigonale Säcke der weiblichen Zeugungsorgane fand ich
bei Malthe vespertilio, — ebenso einen knorpeligen, mit dicken
Muskelschichten umhüllten Behälter zur Aufnahme und Projection des
Sperma bei Clinns superciliosus. — Eine Tabelle lieferte eine
genaue Übersicht über die bei verschiedenen Geschlechtern sehr
verschiedenen Verhältnisse der äusseren Geschlechtsorgane zu der
Urethralmündung, welche unter den Rubriken von vorspringenden
Vaginalcylindern, Urogenitalpapillen und Urethralwärzchen einerseits
, andererseits von vertieften Trichtern, Gruben und wahren
Cloakenbiklungen zusammengefasst wurden. —
Da ich das zu diesen Untersuchungen verwendete Materiale
mit der Zeit wieder zusammenzubringen hoffe, werde ich auch im
Stande sein, die Arbeit wieder zu beginnen, und ihr vielleicht noch
mehr Vollständigkeit zu geben, als es bei der ersten Vornahme derselben
möglich war. Nur der miskroskopische Theil, welcher eine
Tabelle von Messungen der Harncänälchen und der MalphighisChen
Nierenknäule der Fische enthielt, bleibt unersetzlich, da meine an
öOOO Numern reiche Sammlung der feinsten Gefässinjectionen mir
nicht mehr zu Gebote steht.
Die zweite Untersuchung betraf das Venensystem der Fische.
Ein Blick in die umfassendsten vergleichend anatomischen Handbücher
mag es beweisen, wie gering unsere Kenntnisse über den venösen
Antheil des Gefässsystems der Fische waren. Mit Ausnahme der
grossen, mit dem Herzen zusammenhängenden Venenstämme, waren
alle weiteren Verzweigungen derselben vollkommen unbekannt. Die
Schwierigkeit, ja Unmöglichkeit, die äusserst dünnwandigen und
grossentheils nur als Sinuse existirenden Venen der Fische durch
das gewöhnlich gebräuchliche Injectionsverfahren zu füllen, und
dadurch der Präparation zugängig zu machen, erklärt es zur Genüge,
warum eine vollständige anatomische Schilderung dieses Systems
so lange auf sich warten liess. Durch vielfache Versuche ist es mir