anatomischen Sammlungen, Schrillen elc.
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i) An den Nieren der meisten Fische lässt sich ein Kopf- und
Bauchtheil unterscheiden. Ersterer ragt bis an oder über den grossen
Keilbeinflügel, letzterer bis zum Ende der Bauchhöhle, und setzt sich,
wie bei Cobitis fossilis, seihst in den Canal der unteren Dornen der
Schwanzwirbel fort. Zuweilen fehlt der Bauchtheil gänzlich, und die
kurzen, gelappten, oblongen Nieren nehmen ganz und gar, wie hei
den Gymnodonten, den Habitus der Amphibienniere an, und sind
auch mit denselben zuführenden Venen versehen.
c) Die allgemeine Regel, dass die Nieren der Wirbelsäule entlang
und über der Schwimmblase gelagert sind, erleidet einige merkwürdige
Ausnahmen. So finden sich Nieren im Fleische der Rückenmuskeln
über den Querfortsätzen der Wirbel (Arius), Nieren im
Schweife, 1 Zoll hinter dem After (hei Cepola rubescens), Nieren
ausserhalb der Bauchhöhle zur Seite der Träger der Afterflossen (bei
Solea und Monocliir), Nieren unter der Schwimmblase (wie hei den
Welsen), ja sogar Nierensegmente im Herzbeutel (wie hei den
Schleien), und paarige Nieren in der Wirbelsäule ihrer ganzen Länge
nach (bei Centronotus gunellus). Aus der ursprünglich einfachen
Niere entsteht die vielfach durchbrochene der Clupeen, die Durchbruchsstellen
sind durch die stark vorspringenden Intervertebralknorpel
bedungen. Mit dem Grösserwerden der Durchbruchsöffnungen und
ihrem Verschmelzen untereinander, bleibt zuletzt nur eine brückenartige
Vereinigung der beiden Nieren übrig, welche am häufigsten
am Busioccipitale und an den vordersten Wirbeln statt hat.
d) Je kürzer die Nieren, desto länger die Harnleiter, welche
sich nur selten in den gespaltenen zweihörnigen Scheitel der Blase
einsenken (Cyprinus, Tinea, Schübe); —• meistens nahe am
Ursprünge der Harnröhre münden, — und zuweilen, ohne sich zu
einer Harnblase zu verbinden, gleich zur Urethra verschmelzen (wie
hei Hemiramplius brasil., Esox bellone, Clupea sprattus, Cobitis
etc.), oder spiralig gewunden erscheinen (wie bei Lophius,') —
oder selbst frei durch die Schwimmblase passiren (wie bei Merluccius),
— oder wie hei Pimelodus sammt der Vena renalis die
Querfortsätze der vorderen Stammwirbel durchbohren, um das Kopfstück
mit dem Bauchstücke der Nieren zu verbinden, oder mit Diverticulis
versehen sind, welche entweder beim Austritte aus den Nieren
(Zeus (aber), oder beim Eintritte in die Blase Vorkommen (wie bei
Chironectes).
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