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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Partscli.  Über  das  Meteoreisen  von  Sceläsgen.

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Eisenstücken  von  Seeläsgen  nur  Schwefelkies  oder  Schwefeleisen,
und  zwar  die  in  Säuren  nicht  lösliche  Art  enthalten.  Dieser  Schwefelkies ­
  ist  in  sehr  kleinen  Pünktchen  durch  die  ganze  Masse  zerstreut, ­
  aber  auch  in  kurzen  Linien  vereinigt,  die  in  verschiedenen
Richtungen  durch  das  Eisen  ziehen.  Die  Atzung  hat  an  diesem
Eisen  keine  Widmannstättischen  Figuren  zum  Vorschein  gebracht.
Nach  den  verschiedenen  Richtungen  der  Schnittflächen  erscheint
auf  diesen  entweder  nur  eine  rauhe,  körnige  Oberfläche,  oder  es
durchziehen  diese  (abgesehen  von  den  erwähnten  Schwefelkies-Linien)
  sehr  feine  und  undeutliche,  schwach  eingeschnittene  Linien,
die  sich  zuweilen  berühren  und  schneiden.  In  dieser  Reziehung
ist  das  Seeläsgener  Eisen  den  Meteor-Eisenmassen  von  Tucuman
in  der  Argentinischen  oder  La  Plata-Republik  und  denen  vom  Senegal
verwandt,  noch  verwandter  aber  dem  im  Monate  Juli  1847  bei
Braunau  in  Böhmen  gefallenen  Meteoreisen,  von  welchem  der  Classe
ein  kleines  geätztes  Stückchen,  an  welchem  ebenfalls  verschiedene
Richtungen  in  den  vertieften  Linien  der  zwei  Schnittflächen  wahrzunehmen ­
  sind,  zur  Ansicht  und  Vergleichung  vorgelegt  wird.
Der  Bruch  ist  an  dem  Seeläsgener  Eisen,  wenigstens  in  den
zu  unserer  Kenntniss  gelangten  Proben,  uneben  und  nicht  so
ausgezeichnet  blättrig,  wie  an  dem  Braunauer  Eisen.  Das  speeifische
  Gewicht  ist  bei  13°  R.  7 - S9,  die  Härte  4 - 0  (also  ungewöhnlich ­
  gering).
Eine  merkwürdige  Eigenthümlichkeit  des  Seeläsgener  Meteoreisens ­
  wird  mir  aus  Dresden  durch  Herrn  B  o  n  d  i,  Eigenthümer
eines  Theiles  der  Masse,  nach  Nachrichten,  die  ihm  von  Breslau
von  einem  Augenzeugen  bei  Durchsägung  derselben  zukamen,
berichtet.  Diese  wird  nämlich  von  verschiedenartigen,  den  Zusammenhang ­
  der  Masse  jedoch  durchaus  nicht  gefährdenden  Rissen
oder  Spalten  durchzogen,  welche  sich  öfters  erweitern  und  eine
Zelle  abzeichnen  oder  auch  wieder  verengen.  Diese  Risse  oder
Spalten  sind  nicht  Folge  einer  Zerklüftung,  die  von  Verwitterung,
wie  beim  Arvaer  Meteoreisen  herrühren,  sondern  ursprüngliche
Gänge  und  öfters  mit  einer  noch  zu  untersuchenden  schwärzlichen ­
  Substanz  erfüllt.  Diese  Substanz  schliesst  zuweilen  kleine,
isolirte  Partien  oder  Inselchen  von  Eisen  ein.  Wie  es  scheint,
sind  von  der  Rinde  aus,  in  welche,  und  mithin  an  die  ursprüngliche ­
  Oberfläche  der  Masse,  die  Gänge  ausmünden,  eine  Verän-Sitzb.
  d.  mathein.-natuvw.  CI.  I.  Bd.  4  .
            
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