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H a u e r. Reisebericht.
auf dessen Anrathen einen Ausflug in die bekannten Neoeomien-Brüche.
Das Museum in Lausanne enthält wenig von Fossilien, dafür aber
eine der schönsten Mineraliensammlungen, die man sehen kann;
L a r d y’s Privatsammlung konnten sie, da der Besitzer abwesend war,
leider nicht sehen. In Genf trafen sie weder Pi et et noch Favre;
auch hier fanden sie im Museum eine ausgezeichnete Mineraliensammlung.
In Bex besuchten sie Charpentier und Lardy, welche sie
mit den geognostischen Verhältnissen der Umgegend bekannt machten,
und erhielten bei Herrn Thomas eine schöne Suite von Alpenfossilien
aus der Schweiz. Charpentier’s prachtvolle Sammlung von
Land- und Süsswassermollusken, wenn auch nicht direct im Bereiche
ihrer eigenen Studien, wurde ihnen doch durch des Besitzers Belehrungen
sehr interessant. In Bern trafen sie leider Herrn Stader nicht
an, dagegen machte sie Brunner der jüngere mit grösster Gefälligkeit
mit den Sammlungen des Museums, dessen Fossilien er eben
zu ordnen beschäftigt war, und mit seinen eigenen neuesten geologischen
Arbeiten bekannt. Die reiche Suite von Schweizer-Alpenfossilien,
so wie die Nummuliten, deren Species endlich definitiv festzustellen,
den Bemühungen Brunners gelungen ist, wären für die
Reisenden von besonderer Wichtigkeit. Auch das Museum in Zürich
ist durch seinen Reichthum an Alpenfossilien ausgezeichnet. Herr
Professor Mouss on hatte die Güte, sie in dasselbe zu begleiten,
da Escher von der Lintli abwesend war. Ueberdiess sahen
sie in Zürich eine der schönsten existirenden Privatsammlungen
von Mineralien, die der freundliche Besitzer, Herr Wiser, ihnen
zeigte. Besonders interessant sind in derselben die Vorkommen von
Schweizer Mineralien.
Von Zürich gingen die Reisenden über Sehaffhausen nach Tübingen,
und da sie daselbst Herrn Prof. Quenstedt nicht antrafen,
gleich weiter nach Stuttgart. Herr Ober-Medizinalrath Jäger geleitete
sie selbst in das schöne Museum, so wie in die benachbarten
Keuperbrüche, und Herr Plieninger zeigte ihnen einen sehr interessanten
neuen Saurier aus dem Keuper von Stuttgart, mit dessen
Zusammensetzung er eben beschäftigt war.
Die weitere Rückreise führte sie nach München, wo sie zu
ihrem Vergnügen die Miinsterische Pefrefacten-Sammlung unter
Prof. Wagner’s Leitung bereits aufgestellt fanden. Durch die
Munificenz der k. bayerischen Regierung ist dadurch München um